Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 17.06.2015

Sport ist das Zweitschönste

Chnuri

Über das «Schönste» reden wir hier nicht. Denn dieses entfernt sich mit zunehmendem Alter, wird seltener, «fängt an aufzuhören» und bleibt am Schluss ganz aus. Nicht so der Sport! Er bleibt bis ins hohe Alter als zweitschönste Hauptsache erhalten, wenn man Glück hat.

 

 

«Sport» im eigentlichen Sinn treibt der Chnuri nicht: Sport ist, wenn man immer auf die Uhr schaut. Für die Wanderung von der Schwägalp auf den Säntis rechnet er mit etwa 3½ – 4 Stunden. Ein Bluffer sagte kürzlich, er schaffe diese Tour in 1½ Stunden.
Es gibt nichts zweit-Schöneres, als im Wohlfühltempo auf den Säntis zu gelangen. Man sollte das Gleichgewicht nicht verlieren. Oder sich auf dem Rheindamm (Velo) vom starken Rückenwind nach Chur tragen zu lassen. Oder im Rhein von Eschenz nach Hemishofen hinabzuschwimmen.
Die Sommerferien kündigen sich an. Vielleicht radelt der Chnuri wieder ins Graubündnische, Engadin und Bergell zum Wandern. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nach einem Tag Bewegung hat man einen Riesen-appetit, füllt sich den Teller zweimal randvoll und schläft neun Stunden am Stück. Das Herz schlägt höher, die Lunge wird durchgepustet, negative Energien wandeln sich in positive um.
Allein oder zu zweit, zu dritt, zu viert? Gemeinsam kann man sich austauschen. Alleine ist man dafür konzentrierter. Man gerät in eine Art Selbstvergessenheit, die sehr kreativ sein kann.
Und wenn wie letztes Jahr am 22. Juli das Wetter umschlägt? Dann bucht der Chnuri bei MAWI einen Flug ins südliche Europa. Genau bis dorthin, wo die Wolken zuende sind.

Was ist für Sie das Zweitschönste? Der Job, Lesen, Gärtnern, Singen, Kulturreisen? Nur zu! Jedem das Seine.