Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 24.06.2015

Bald pensioniert!

Chnuri

Der Chnuri überlegt sich schon jetzt, was er dann macht. In zwei Jahren wird er pensioniert.
Wahrscheinlichste Variante: Weiterarbeiten. Das Arbeitsklima in der Firma und in Frauenfeld ist super. Er liebt die Leute HEISS! Aber immer so weitermachen, bis der Krug zerbricht? Weiss nicht.

 

 

Und so hat sich in seinem Kopf ein Wurm festgesetzt, der sich immer tiefer eingräbt: Im Jahr 2018 die Strecke Frauenfeld – Peking unter die Veloräder zu nehmen. (lach....). Sofern er bis dann noch fit ist. Aberdutzende Reiseberichte hat er gelesen, der Plan gewinnt ob er will oder nicht an Kontur. Zuerst die Alpen, Norditalien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Türkei, Nord­iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan, dann durch die ganze Volksrepublik China von West nach Ost nach Peking. Einem der Stränge der Seidenstrasse entlang. Um der Kälte auszuweichen, würde er auf halber Strecke eine nördlichere Route einschlagen und versuchen, in Ulaan Bator (Mongolei) im Winter gegen Kost und Logis eine Schulklasse in Deutsch zu unterrichten – Anita Fahrni aus Islikon wüsste vielleicht eine Adresse.
Gasamtreisedauer so ca. 1 – 1½ Jahre. Dann ist er 68. Zeit, nach Frauenfeld zurückzukehren und ins Altersheim mit dem kleinen Teich zu ziehen. Oder er nimmt noch den Jakobsweg nach Santiago de Compostela unter die Füsse.
Ein merkwürdiger Gedanke: Mit 68 kommt er zurück, und niemand erkennt ihn wieder.

Also: Im Jahr 2018 anfangs März hat der Chnuri alles gepackt und fährt langsam Richtung Osten (Weinfelden) los. Und denkt zurück an Frauenfeld. Vor allem kommt ihm ein kleiner Berg als Symbol für all das Zurückgelassene in den Sinn: Das Hörnli. Das Hörnli, auf dem er so oft war. Und möglich, dass es ihm dann ziemlich schwerfällt, weiterzufahren. Es war schon sehr schön hier!
Aber eben: Aufbrechen muss man früher oder später. Reist einer von euch mit?