Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.07.2015

Kein allgemeines Feuerverbot im Hinblick auf den 1. August

Der Fachstab Trockenheit des Kantons Thurgau beurteilt die derzeitige Waldbrandgefahr infolge der anhaltenden Trockenheit nach wie vor als erheblich. Aufgrund der Niederschläge der letzten Tage werden die Massnahmen aber nicht verschärft. Insbesondere wird von einem allgemeinen Feuer- und Feuerwerksverbot abgesehen. Trotzdem ist beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern und beim Feuern im Freien weiterhin grösste Vorsicht geboten. Der Entscheid, kein allgemeines Feuerverbot zu erlassen, wurde in Absprache mit den Nachbarkantonen Zürich, St.Gallen und Schaffhausen gefällt.

 

 

In den letzten Tagen sind im Kanton Thurgau durchschnittlich rund 20 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen. Um die Gefahrensituation nachhaltig zu entschärfen, wären rund 40 Millimeter pro Quadratmeter notwendig. In dieser Situation hat der Fachstab Trockenheit beschlossen, die jetzige Gefahrenstufe drei aufrecht zu halten. Die Gefahrenstufe drei ist die mittlere von fünf Gefahrenstufen und bedeutet eine erhebliche Waldbrandgefahr. Im Wald und in Waldesnähe gelten deshalb weiterhin die folgenden Verhaltensregeln:
• Raucherwaren und Zündhölzer dürfen nicht ungelöscht weggeworfen werden.
• Grillfeuer sollen nur in offiziellen Feuerstellen entfacht werden.
• Bei starkem Wind soll ganz auf das Feuern im Wald verzichtet werden.
• Grillfeuer müssen immer beobachtet werden. Funkenflug ist sofort zu löschen.
• Feuer in Feuerstellen sind vor dem Verlassen zwingend zu löschen.

Im Hinblick auf das kommende Wochenende vom 1. August wird hingegen auf ein generelles Feuer- und Feuerwerksverbot verzichtet. Begründet wird dieser Entscheid unter anderem mit den Wetterprognosen für die laufende Woche, die bei wechselhaftem Wetter ab ca. Mitte Woche neue Niederschläge vorhersagen. Trotzdem kann derzeit keine Entwarnung bezüglich Waldbrandgefahr gegeben werden. Deshalb empfiehlt der Fachstab Trockenheit, für das Entfachen von 1. Augustfeuern und für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern einen Abstand von 200 Metern von Wäldern und brandgefährdeten Feldern einzuhalten. Unbedingt zu beachten sind auch die Windverhältnisse, um einen möglichen Funkenflug Richtung Wald oder Feld zu vermeiden. Der Fachstab Trockenheit appelliert ausserdem an die Thurgauer Bevölkerung, die Eigenverantwortung wahrzunehmen und im Zweifelsfall darauf zu verzichten, ein Feuer zu entfachen oder Feuerwerkskörper zu zünden. Nebst diesen Empfehlungen kann jede Gemeinde bei besonderer Gefahrenlage auf ihrem Gemeindegebiet weitere Einschränkungen erlassen.
I.D.