Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.07.2015

FCF mit neuem Trainer und neuen Spielern

Nach einer ausgezeichneten Fussball-Saison zahlte Frauenfeld den Preis und verlor mehrere Leistungsträger. Coach Roman Wild, der durch Pascal Cerrone als Spielertrainer ersetzt wird. Der Punkte-Marathon erfolgt am 8. August daheim.

 

 

In insgesamt sechs Vorbereitungs-Partien (die letzte gegen Tobel-Affeltrangen folgt am Donnerstag, 30. Juli, ab 20 Uhr auf der Kleinen Allmend) konnte Pascal Cerrone seine neue Mannschaft formen. Die Aufgabe wurde unerwartet schwer, weil sechs Akteure (vier Stammspieler) den Verein verliessen, die man gerne behalten hätte. Etwa den Liga-Top-skorer Andi Qerfozi. Zu ihm sagt Präsident Urs Schmied: «Er will unbedingt eine Profi-Karriere einschlagen. Darum konnten wir ihm nicht im Wege stehen.» Ein eigentlich schon fixes Engagement bei Wil hat sich nach dem Einstieg der türkischen Geldgeber zerschlagen, weshalb das Talent in die U21 von St. Gallen wechselte.
Den Stürmer hätte auch Cerrone gerne im Kader gehabt, meint aber: «Ebenso schmerzlich ist der Abgang von Spielgestalter Filipe Vieira. Aber diesen Akteuren nachtrauern bringt nichts, ich schaue vorwärts und zu 95 Prozent ist das Team komplett.» Drei Spieler aus den eigenen A-Junioren stossen ebenso dazu wie wohl zwei Mazedonier.

Jung und schlagkräftig
Pascal Cerrone wird die Mannschaft als Spielertrainer aus einer Position in der Innenverteidigung lenken. Und er ist recht guten Mutes: «Wir haben eine junge und schlagkräftige Truppe beisammen. Natürlich haben wir jetzt einen gewissen Lernprozess vor uns, aber das geht zahlreichen Gegnern nicht anders. Ich verfahre sowieso nach dem Prinzip, wir müssen für uns selber schauen. Natürlich sind je nach Konkurrent Anpassungen gefragt.»
Der Start zur Meisterschaft der 2. Liga interregional in der Gruppe 6 erfolgt für Frauenfeld daheim gegen Wil. Ausgerechnet gegen die Äbtestädter, der letzten Station von Cerrone als Profi. Der Wängemer lacht: «Ist schon ein bisschen komisch. Ich habe diese Equipe bei ihrem Test gegen die U21 von St. Gallen beobachtet und gewisse Eindrücke erhalten. Auch bei ihnen fehlten aber noch einige Akteure.»

Schwierige Saison
Der am 12. Juni 34 Jahre alt gewordene Cerrone wird anfangs August vermutlich eine Arbeit in einem Büro aufnehmen. Er hat eben die Handelsschule abgeschlossen und ist in der glücklichen Lage, noch Angebote prüfen zu können. Daneben gehört aber seine ganze Aufmerksamkeit dem FCF: «Es wird eine schwierige Saison. So wie ich die Teams einschätze, verläuft die Meisterschaft ausgeglichen und spannend.»
Auf eine klare Zielsetzung will sich der langjährige Nationalliga-Fussballer momentan allerdings nicht einlassen: «Dazu ist es deutlich zu früh. Aber ich bin guten Mutes, denn laufend kommen meine Leute aus den Ferien zurück und ich denke, wir werden am 8. August daheim gegen Wil bereit sein. Nein, wir müssen bereit sein.»

Die 14 Teams
Das sind die 14 Mannschaften der Gruppe 6 in der 2. Liga interregional: Uster, Gossau ZH, Freienbach, Mels, Widnau, Frauenfeld, Kreuzlingen (laut FCF-Spielertrainer Pascal Cerrone der erklärte Favorit), Sirnach, Linth, Wil. Neu dazu gestossen sind Rüti, Seefeld ZH, St. Margrethen und Uzwil. Thurgauer Derbys gibt es leider weniger, denn es fehlen die Absteiger Amriswil und Arbon. (rs)