Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 12.08.2015

FC Wängi will diesmal weniger zittern

In der letzten Fussball-Saison musste Wängi in der Gruppe 2 der 2. Liga sehr lange gegen den Abstieg kämpfen. Vor allem wegen einer schwachen Vorrunde ging das Zittern im Frühling weiter. Das will man in der neuen Meisterschaft verhindern.

 

 

Bei Wängi heissen die Verantwortlichen weiterhin Heinz Balzli (amtet auch als Sportchef) und Yunus Kutlu. Sie vermochten das Team nach ihrer Übernahme in der Rückrunde deutlich zu stabilisieren und einen Schritt nach vorne in ruhigere Gewässer zu führen. Die Thurgauer starteten bereits am 9. August zum ersten Ernstkampf in der Cup-Vorrunde beim unterklassigen Steckborn. Für Kutlu war klar: «Wir wollen eine Runde weiter kommen, denn die Mannschaft hat sich zum Glück nur wenig verändert. Allerdings sind wir wegen Ferien-Abwesenheiten noch nicht komplett.» Das spielte keine Rolle, denn gegen einen eher schwachen Gegner schaute in Steckborn (4. Liga) ein ungefährdetes 7:2 (3:0) heraus.

Start mit zwei Heimspielen
Los geht es in der Meisterschaft am Samstag, 15. August, ab 18 Uhr daheim gegen Winkeln. Eine Woche später gastiert auch Abtwil-Engelburg auf der Grosswis. Sind zwei Heimpartien hintereinander ein Vor-, oder ein Nachteil? Yunus Kutlu, der im Oktober sein fehlendes C-Diplom nachholen will, ist voller Überzeugung: «Das ist ganz klar ein Vorteil, auch dank unserem treuen und lautstarken Publikum.»

Derby gegen Tobel-Affeltrangen
Analysiert er die im Detail meist auch noch nicht kompletten Gegner noch vor dem Meisterschafts-Beginn, dann muss er feststellen: «Es ist schon eine enorm schwere Gruppe geworden. Ich freue mich besonders auf das Duell mit Aufsteiger Tobel-Affeltrangen. Das gibt ein super Derby.» Schaut man sich die Gruppe 2 des Ostschweizer Verbandes im Moment noch an, dann rangiert Wängi ganz am Schluss. Ganz einfach, weil die Mannschaften nach dem ABC aufgeführt sind. Für Kutlu gilt die klare Devise: «Da wollen wir unter keinen Umständen hin. Wir möchten nicht wieder zittern, ich sehe uns sogar eher gegen vorne orientiert.» Mindestens der sechste Rang wie bereits in der letzten
Saison wird angestrebt.
Woher kommt diese Zuversicht des Trainers? «Natürlich tut der Wechsel von Schlüsselspieler Kevin Wiesmann zu Frauenfeld weh, aber ansonsten haben wir nur wenige Abgänge zu beklagen. Das Team ist jung, sehr jung sogar, aber wir sind auf einem guten Weg.» Das sagt er wohlwissend, dass auch zu Beginn der Meisterschaft der eine oder andere mit Ferien-Rückständen zu kämpfen hat.

Sechs Thurgauer Teams
In der Gruppe 2 mit Wängi hat es deutliche Veränderungen gegeben. Neu dabei sind die Absteiger Amriswil und Arbon sowie Aufsteiger Tobel-Affel­trangen. Geblieben sind Tägerwilen und Calcio Kreuzlingen. Aus der Gruppe 1 wechselte Steinach. Das sind die restli­chen der 12 Mannschaften: Bazenheid, Flawil, Winkeln, Abtwil-Engelburg und Herisau.Ruedi Stettler