Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 09.09.2015

100 Tage Stokholm

Chnuri

Anders Stokholm, der neue Stadtpräsident, ist jetzt 100 Tage im Amt. Am kommenden Freitag wird er vor der Presse eine erste Bilanz ziehen.
Auch wir ziehen eine erste Bilanz: Bis jetzt macht er einen unaufgeregten, gelassenen Eindruck, das Lachen ist herzlich geblieben. Alphorn hat er auch schon gespielt, am Stadtlauf hat er mitgemacht, er mischt sich unters Volk und hört zu. Hie und da postet er Einträge auf Facebook und knüpft so Kontakte auch zu diesem Publikum.

 

 

Die ersten 100 Tage Stokholm fielen teilweise auf die Sommerferien, eine Zeit der Stille. Dies erlaubte es ihm, langsam aufzustarten. Und im Herbst ist Wahltag auf nationaler Ebene, da sind viele Exponenten mit sich selbst beschäftigt. Die politische Landschaft ist zurzeit ruhig, es brodelt nirgends. Die berüchtigte siebte Welle hat Vorgänger Carlo erwischt, folgen jetzt sechs «kurze» Wellen (Jahre)? Ist nicht gesagt. Take it easy.

Was steht der Stadt in näherer Zukunft politisch ins Haus? Irgendwann kommt die Stadtkaserne. Fehlt nur noch die zündende Idee. Teile der Innenstadt und Ringstrasse mit Tempo 30 werden Thema bleiben. Man hat tatsächlich den Eindruck, dass der Verkehr in letzter Zeit stark gewachsen ist. Die Aufhebung der Parkplätze Bahnhof Nord wird zu reden geben, um einige Brennpunkte zu nennen. Die Begegnungszone wartet auf die Bewährungsprobe im Winter. Dafür ist der Stadtpark unter Dach. Das gelungene Werk geht aufs Konto der Stadtregierung und setzt emotional ein starkes Zeichen.

«Take it easy». Mal sehen, wie am kommenden Freitag Anders Stokholm persönlich seine 100-Tages-Bilanz zieht und welche Schwerpunkte er setzt. Wir sind dabei und werden berichten.