Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 02.03.2016

Interview mit Anna-Rita Dutly – Gemeindepräsidentin von Hüttlingen

Neues aus Hüttlingen

Welche Projekte stehen in diesem Jahr bevor?
Ins Rollen gekommen sind bereits grössere Bauvorhaben. Zum Beispiel ein Jahrhundertbauwerk: Im Januar haben die Arbeiten für das neue Wasserreservoir begonnen. Inklusive Zuleitungen und diverser Leitungsausbauten soll es 2,75 Millionen Franken kosten. Zuerst werden die Zuleitungen ab Hüttlingen erstellt, anschliessend erfolgt der Bau des neuen Reservoirs, das im Oktober in Betrieb genommen wird.

 

 

Und dann geht es weiter mit der perio­di­schen Wiederinstandstellung der Flur-strassen. Dafür bewilligten die Stimmbürger einen Kredit von 900 000 Franken. Knapp die Hälfte davon tragen Bund und Kanton. Und dann sollen auch der generelle Entwässerungsplan und die Ortsplanung überarbeitet werden. Bis im kommenden Sommer werden die Ergebnisse des Objektschutzplanes fertig erstellt sein. Investiert wird in diesem Jahr auch in die Anschaffung von sechs Unterflurcontainern für das gesamte Gemeindegebiet.

Wie entwickelt sich die Alters­arbeit in Ihrer Gemeinde weiter?
Das Alterskonzept, das wir im letzten Jahr in einem Workshop vorstellten und zum Mitmachen ermunterten, ist bei der Bevölkerung auf Zuspruch gestossen. Inzwischen wurde ein Seniorenrat gegründet. Dieser kann mit Information und Vernetzung untereinander positives bewirken. Mal wird eine Jassrunde oder ein Wandertag durch die «aktiven Senioren» organisiert, es geht aber auch darum, aktiv nach Lösungen für das Wohnen in Hüttlingen zu suchen, damit die ältere Bevölkerung so lange wie möglich im eigenen Zuhause leben und sich wohlfühlen kann. Die Gemeinde hilft zudem mit Adressen, welche Dienstleistungen rund um den tertiären Lebensabschnitt anbieten.

Welche persönlichen Wünsche sind noch offen?
Auf Naturkatastrophen wollen wir am liebsten verzichten. Miteinander reden und diskutieren, das ist uns wichtig und dann wird es gut: Alle unsere Projekte sollen von Anfang bis zum letzten Schliff zur Zufriedenheit aller vorangehen können. Die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und dass sich alle neuen und bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Gemeindeverwaltung gut einleben und zu einem guten Team werden, das ist ein weiterer Wunsch.
Die Hüttlinger Gemeindepräsidentin Anna-Rita Dutly hört Mitte 2017 auf: Schon jetzt ist klar, dass Gemeinderat Florian Ibig die Nachfolge als Gemeindepräsident antreten möchte. Im nächsten Jahr soll ein neues Mitglied für den Gemeinderat gewählt werden. Mehrere Mitglieder der Behörde denken an einen Rücktritt. Deshalb bestand der Wunsch des Gemeinderates für gestaffelte Rücktritte. So kann viel Know-how erhalten bleiben.


Frau Dutly, herzlichen Dank für das Interview.
Manuela Olgiati