Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 15.09.2016

39 Thurgauer standen im Rampenlicht

An den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro durften sechs Thurgauer starten, sie werden im November ausgezeichnet. An der jetzigen Ehrung des Sportamtes in Frauenfeld erhielten insgesamt 39 Personen einen finanziellen Zustupf.

 

 

Peter Bär, Chef des Sportamts Thurgau, durfte einmal mehr strahlen, obwohl er einiges Geld verteilen musste. Nein falsch, verteilen durfte. Während des Sommers nahmen 39 Thurgauer erfolgreich an internationalen Grossanlässen teil. Voraussetzung, um finanziell mit einem Sportfonds-Beitrag entschädigt zu werden, ist die Teilnahme an einer Europa- oder Weltmeisterschaft. Das alles schafften die Anwesenden. Und die Ausbeute war einmal mehr gran­dios: dreimal Gold, fünfmal Silber und neunmal Bronze sowie weitere Spitzen-Rangierungen.
Noch nicht zu einer Medaille gereicht hat es an den Sommerspielen in Brasilien Angelica Moser (Bild) von der Turnfabrik Frauenfeld. Die Andelfingerin ist nämlich in der Sparte Stabhochsprung bereits bei der Elite ein sicherer Wert geworden. In Rio übersprang die U-20- Weltmeisterin 4,45 Meter. Fragt man die 18-Jährige nach ihren Eindrücken über Olympia tritt ein Strahlen in ihre Augen: «Es war gigantisch. Einfach sensationell.» Und wie stuft sie ihre Leistung ein? «Eigentlich habe ich sogar ein bisschen mehr erwartet. Aber die erreichte Höhe ist doch gar nicht so schlecht.» Recht hat sie.
Beim Meeting «Weltklasse Zürich», als spezieller Event im Hauptbahnhof ausgetragen, lief es Moser nicht ganz nach Wunsch. Bei 4,36 Meter war bereits Schluss, was Platz sieben bedeutete. Am Tag danach übte Angelica Moser zusammen mit Trainerin Daniela Zuber über Mittag bereits wieder gut zwei Stunden in der Turnfabrik Frauenfeld. Und letzte Woche durfte sie erstmals an einem Diamond-League-Meeting im Ausland starten. Die Batterien des Jungstars waren allerdings in Brüssel etwas leer, weshalb mit 4,32 der 8. Platz heraus schaute.
Nicht so oft im Rampenlicht wie das Stabhochsprung-Talent stehen andere Sportler aus der Region. Etwa die Faustballerin Sara Peterhans (Wigoltingen), die mit der Schweizer U18 an der WM Bronze erreichte. Oder die routinierte Christine Stalder (Herdern), welche beim WM-Masters im Modernen Vierkampf in Prag ebenfalls Dritte wurde. Noch um einiges weiter reisen musste der erst 17-jährige Cédric Butti (Her­dern), um an der Junioren-WM in Kolumbien BMX-Dritter zu werden.
Den Abend in der Aula der Schulanlage Auen in Frauenfeld genossen auch alle anderen Eingeladenen, plus die verschiedenen Gäste.

Ruedi Stettler