Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 01.02.2017

Interview mit  Thomas Wiget, Gemeindeammann von Homburg

Was sollte man von Homburg noch besser wissen?

 

 

Der Seerücken zählt zu den schönsten Kulturlandschaften der Schweiz. Zur politischen Gemeinde Homburg gehören Sehenswürdigkeiten wie das intakte, geschützte Ortsbild Gündelharts, das Wasserschloss Klingenberg und die Barock-Kirche St. Peter. In kultureller Hinsicht hat Homburg viel zu bieten – man weiss weitherum, dass so manches Fest und sportliche Highlight wie beispielsweise das Seerücken-Motocross, die neuste Ausgabe des Einachser-Rennens, die Schneebar, das Oldtimer-Treffen oder der Tag der Nuss jeweils Tausende von Besuchern in die zauberhafte Landschaft auf dem Jura-Ausläufer zu locken vermögen.

Was hält Homburg in Schwung?
Alltag in Homburg ist ein gut funktionierendes Gewerbe, gegen 100 Landwirtschaftsbetriebe und ein aktives Vereinsleben – all dies prägt den Gang der Gemeinde. Hier sind viele Klein- und Mittelunternehmen angesiedelt, viele seit langen Jahren, etliche gar seit Generationen – und alle sind stets gut beschäftigt.

Wie entwickelt sich Homburg weiter?
Homburgs Bevölkerung ist mittlerweile auf 1550 Einwohner angewachsen.
Zuversichtlich bin ich bezüglich Gemeindefinanzen: Ein einstmals beträchtlicher Schuldenberg konnte im Lauf der letzten 15 Jahre sukzessive getilgt und in Nettovermögen «gewandelt» werden – die Gemeinderechnungen erzielen seit Jahren kontinuierlich Überschüsse. Und mit einem Steuerfuss von aktuell 60 Prozent brauchen wir uns auch nicht mehr zu verstecken.

Welche Projekte sind geplant?
Homburg investiert wiederum gegen 300’000 Franken in den Unterhalt des 70 Kilometer umfassenden Gemeindestrassennetzes. Die Ortsplanungsrevision beginnt im Frühling. Noch immer hängig ist unser neues Baureglement, das wir in Kooperation mit der Regio Frauenfeld erarbeitet haben, und das nach einer jahrlangen Prüfung beim Kanton als «nicht justiziabel» taxiert worden ist und drum jetzt nochmals überarbeitet, wieder aufgelegt, dem Souverän erneut unterbreitet und schliesslich vom Kanton wieder geprüft werden muss: Da bin ich einigermassen sprachlos – bzw. es schweigt des Sängers Höflichkeit...

Was unternimmt die Gemeinde für die Schulwegsicherheit? Mit der Beschränkung auf nur noch zwei Schulstandorte ist das Thema Schulwegsicherheit wichtig – der Gemeinderat befasst sich wie auch Homburgs Schulbehörde damit. Angedacht ist eine Fussgängerzone entlang der Gündelharterstrasse, die wohl in Bälde realisiert werden kann; bezüglich Entschärfung der Käsereistrasse sind hingegen noch Abklärungen zu treffen. Die Radwege Hörhausen–Hörstetten und Hörstetten–Müllheim und Hörhausen–Homburg sind sämtlich beim Kanton traktandiert. Und bei dem in Unterhörstetten realisierten, gesicherten Fussgängerübergang fehlt nur noch der finale Deckbelag, der bis Mitte Jahr eingebaut werden sollte.

Welche Wünsche sind noch offen?
Ich wünsche den Homburgern und Homburgerinnen Zufriedenheit, Gesundheit und Glück sowie ein friedliches Miteinander.

Herzlichen Dank für das Interview.
mo