Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 22.02.2017

Interview mit Jacqueline Müller, Gemeindepräsidentin von Pfyn

Welche Projekte sind in Pfyn aktuell?

 

 

Es bleibt spannend: Im 2016 bauten wir die vierte und letzte Etappe unseres Glasfasernetzes mit unseren bewährten Kooperationspartnern Leucom Stafag AG und Swisscom AG. Die Provider-Vielfalt auf einem Netz ist zwar einmalig, doch unsere Kunden nutzen dieses Angebot kaum. Uns scheint eine gute Information wichtig, viele sind noch nicht Abonnent. Am 18. März hat die Bevölkerung die Gelegenheit, sich vor Ort über die Abschlussergebnisse zu informieren. Unsere Kooperations­partner werden anwesend sein und das Elektrofachgeschäft Isler wird Fragen rund um die Inhaus-Installationen beantworten.
Ich freue mich, dass die Primarschule und die Politische Gemeinde Pfyn den Neubau der Mehrzweckhalle gemeinsam stemmen. Nun arbeitet die Baukommission ein kostenverträgliches Projekt aus. Der Baukredit soll den Stimmberechtigten im Juni zur Abstimmung vorgelegt werden. Wird der Kredit angenommen, könnten die Bauarbeiten bereits im Herbst 2017 beginnen und bis Ende 2018 andauern. Die Einweihungsfeier rund um das 20-Jahr-Jubiläum der Politischen Gemeinde Pfyn käme sehr gelegen.
Die Sanierungsarbeiten des Reservoirs im Versorgungsgebiet Dettighofen konnten abgeschlossen werden. Derzeit sind wir mit der Überarbeitung unserer Kommunalplanung beschäftigt. Beim Areal der Badi Frankrichli soll in den kommenden Monaten für Besucher das Parkplatzangebot erweitert werden.
Mit der Wahl von Ruth Stadelmann in den Gemeinderat kommt das Projekt «umsorgt älter werden» voran. Die neue Ressortverantwortliche hatte bereits in dieser Arbeitsgruppe mitgearbeitet. Rea­lisiert werden drei Teilprojekte: Einerseits ist uns Information wichtig – dazu haben wir Anfang Jahr eine übersichtliche Broschüre herausgegeben –, dann die Seniorenkommission, die Bedürfnisse für ältere Menschen abklärt und drittens bringen wir Technik ins Spiel: Unser Glasfasernetz verfügt über Punkt-Punkt-Verbindungen. So können z.B. Anlässe von der Kirche in die Trotte oder in die Alterssiedlung übertragen werden.

Was sagt Dettighofen zur weiteren Gemeindeentwicklung?
Mein Engagement für den Schulstandort Dettighofen bezieht sich auf einen politischen Auftrag, der 2008/2009 aus den Workshops zur Gemeindeentwicklung «Pfyn 2020» hervorging. Dieser sagt aus, dass bei einer Schliessung des Schulhauses Dettighofen die Schulzugehörigkeit von Dettighofen diskutiert werden soll. Nun ist der Zeitpunkt für eine Optimierung gekommen: Dettighofen gehört politisch zu Pfyn, schulisch aber zu Herdern-Dettighofen. Hier hat kürzlich eine knappe Mehrheit der Schulbürger beschlossen, sich auf den Standort Herdern zu konzentrieren und die Schulanlage Dettighofen zu schliessen. Die Dettighofer Bevölkerung will nun mit einer Petition beim Regierungsrat einen Wechsel des Schulkreises bewirken.

Was macht Sie stolz auf Ihre Gemeinde? Welche Wünsche sind noch offen?
Die Sportlerehrung mit dem Paralympic-Athleten Marcel Hug und weiteren erfolgreichen Sportlern war ein Highlight. Ich bin stolz auf unsere engagierten Vereine, die viel für unsere Gemeinschaft und damit zu einer lebhaften Gemeinde beitragen.
Ich wünsche mir Interesse am Gemeindegeschehen und eine aktive Beteiligung der Bevölkerung. Mir ist wichtig, dass unsere Arbeit nachvollziehbar ist. Es darf nachgefragt werden. Die Leute sollen Ihre Meinung äussern und sich einbringen.
Eine Möglichkeit dazu bietet sich für unser Jubiläumsjahr 2018 (20 Jahre Politische Gemeinde Pfyn): Wir suchen noch tolle Ideen aus der Bevölkerung.

Herzlichen Dank für das Interview.
(mo)