Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 08.11.2017

Ein Buch wie ein Kirschstängeli

Ein kleines, aber feines Bijou stand am Freitagabend im Bernerhaus im Mittelpunkt. Das Buch «Und ... Randbemerkungen zu Alltäglichem» wurde in feierlichem Rahmen vorgestellt. Der Autor ist den Lesern der «Frauenfelder Woche» wohl bekannt: Felix Kottonau, von dem jede Woche eine literarische Miniatur in der Zeitung zu lesen ist. Am Buch mitgewirkt hat auch die Illustratorin Rina Jost, die Kottonaus Worte prägnant in Zeichnungen umgesetzt hat.

 

 

Glücklich hielten die beiden Frauenfelder ihr Werk in den Händen: 79 Texte von Felix Kottonau sind darin zusammengestellt, begleitet von Illustrationen der Zeichnerin Rina Jost. Als Laudatorin konnte Monika Rosenberg-Riedweg gewonnen werden. In ihrer kurzweiligen Rede blickte sie zurück auf Kottonaus jahrzehntelange Tätigkeit als Mittelschullehrer, der seinen Schülern pfiffige Geburtstagsgeschichten widmete und Schultheaterstücke schrieb. Seit 2012 erscheinen Kottonaus Texte in der «Frauenfelder Woche»: Unter dem grünen Balken mit dem Leuli, das verschmitzt mit dem Auge zwinkert, zaubert Kottonau seine ebenso augenzwinkernden Gedanken – Alltägliches, Kurioses, Kritisches, immer mit Gefühl für die feinen Zwischentöne. Das Spiel mit den Worten sei auch immer ein Ringen um die Pointe, die sitzen müsse. Sie sei wie der Schnaps im Kirschstängeli, meinte Rosenberg scherzhaft. Kottonaus «Kreuz- und Quergedanken» veranschaulicht Rina Jost in spielerischen Illustrationen. Sie hat den Autor Kottonau verstanden und packt dessen Ideen in aussagekräftige Bilder. Die junge Künstlerin erhält dieses Jahr den Förderpreis der Stadt Frauenfeld – bestimmt werden wir von ihr in Zukunft noch viel hören. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Corina Frei am Saxofon und Johannes Kottonau am Klavier. (red)

 

 

Ein Buch wie ein Kirschstängeli