Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 04.04.2018

Interview mit Reto Brunschweiler, Präsident Quartierverein Erzenholz

Von welchen Highlights können Sie aus dem Erzenholz berichten?

 

 

An der letzten Jahresversammlung durfte ich vor vollem Haus auf ein aktives Vereinsjahr zurückblicken. Für unseren Quartierverein konnten wir in den vergangenen Monaten einige langjährige Projekte abschliessen. Unsere Parkplätze konnten wir erweitern, ein neuer Kochherd ziert unsere Küche und vor unserem Vereinslokal konnte die Stadt Frauenfeld die erste «Unterflur Containeranlage» bei uns im Dorf erstellen. Auch beim Dorfbrunnen wurde umgestaltet. Die Stadt hat den Boden neu befestigt, eine schöne Rundbank um unsere Dorflinde montiert und die Rabatten neu bepflanzt. Das Erscheinungsbild des Dorfes hat sich verändert und wir konnten aktiv daran gestalten.

Welche Projekte stehen bevor?
Im Quartier läufts weiterhin wie geschmiert. Es wird gebaut, die ansässigen Betriebe vergrössern sich und für Nachwuchs wurde auch fleissig gesorgt. Was will man da noch mehr für ein Quartier! Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Frauenfeld, konnten wir mit einem Mitglied des Vorstandes bereits jetzt in einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Planung der Sanierung der Schaffhauserstrasse befasst, Einsitz nehmen. Somit haben wir die Möglichkeit, unsere Anliegen anzubringen. Gebaut wird an der Strasse aber erst in ein paar Jahren.

Konnten inzwischen die ÖV-Verbindungen aus dem Erzenholz ins Stadtzentrum und an die SBB-Fahrplanschlüsse optimiert werden?
Anpassungen und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr können nicht von heute auf Morgen vollzogen werden. Es spielen viele Faktoren mit. Uns wurden Verbesserungen auf die Fahrplanumstellung im Herbst 2018 in Aussicht gestellt. Mit dieser, gemäss den Verantwortlichen grössten Umstellung der vergangenen Jahre, sollten wir einen dichteren Fahrplan erhalten. Unsere drei Dorfteile liegen an den Ausfallachsen der Stadt Richtung Westen. Diese Strassen liegen im ÖV Verantwortungsbereich des Kantons Thurgau und nicht der Stadt Frauenfeld. Die Postautolinien werden also im Auftrag des Kantons betrieben. Auf diesen Linien werden die Nutzerfrequenzen erfasst und ausgewertet. Da sehe ich dann den Punkt der Wirtschaftlichkeit. Wenn nur zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend die Linien genutzt werden, wird es schwierig, eine eigene Linie zu fordern. Zur Frage, was kommt zuerst, Huhn oder Ei, respek­tive muss zuerst ein Bedürfnis erwiesen sein oder kommt mit dem Angebot das Bedürfnis, äussere ich mich nicht. Das Bauland im Dorf ist nahezu aufgebraucht, viele neue Einwohner werden in den nächsten Jahren nicht mehr zuziehen. Damit wird sich das Bedürfnis in der heutigen Grössenordnung bewegen.

Welche Veranstaltungen und Aktivitäten sind geplant?
Wir haben ein Jahresprogramm auf die Beine gestellt, welches für alle etwas bereithält:
• Mittwoch, 18. April: Mittagstisch für Pensionierte
• Montag, 21. Mai: QV zu Gast beim Rennverein Pfingstrennen
• Samstag, 23. Juni: Maestrani’s Chocolarium
• Mittwoch, 1. August: Augustfunken am Baggi und in Osterhalden
• Freitag, 10. August: Minigolf-Ferienabschluss für alle Daheimgebliebenen
• Samstag, 15. September: Lotto mit Spaghettiplausch
• Samstag, 10. November: Dorfjassmeisterschaft
• Mittwoch, 14. November: Räbeliechtliumzug der Schule Erzenholz
• Sonntag, 23. Dezember: Anlass zum 4. Advent am Baggi
• Samstag, 23. März: Jahresversammlung 2019

Welche Wünsche sind noch offen?
Ich kann mich in den Reigen meiner Kollegen Vereinspräsidenten einreihen. Der Wunsch nach Quartierbewohnerinnen und -bewohnern die sich aktiv am Quartiervereinsleben beteiligen steht natürlich an erster Stelle. Ein Dorf lebt nur, wenn jeder seinen Beitrag leistet. Ich freu mich darauf.

Herzlichen Dank für das Interview.
Manuela Olgiati