Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 26.03.2015

Da lupfts uns den Deckel!

Zu den Fotos zum Murg-Auen-Park in der letzten Ausgabe der «Frauenfelder Woche», FW 12, Seite 36, ist folgender Leserbrief auf Chnuri’s Pult gelandet:

 

 

«Sehr geehrte Fotografen. Nette Bildli. Warum zeigen Sie die Realität nicht? Dazu schreiben Sie: «Bald beginnt die Vegetation». Welche denn? Spätestens beim nächsten Hochwasser geht die Vegetation die Murg runter inkl. x-Kubikmeter Kies und Sand. Wissen Sie, wie viel Steuer­geld in den nächsten Jahren für Pflege und Unterhalt des verplanten «Buebewäldlis» im Budget enthalten sind? Aber so lange es die Steuerzahler nicht merken, ist es ihnen auch egal. Mein Wunsch: Schiessen Sie nach dem nächsten Hochwasser Bilder von den gefällten Bäumen, dem langsam abgeschwemmten Murgufer und dem runtergespülten Kies unter der Autobahnbrücke etc.. Das ist die Realität. Aber davon wird niemand wissen wollen. Am wenigstens die sog. «verantwortlichen» Besserwisser und Steuergeldverschleuderer.

Mit freundlichen Grüssen
Walter Badertscher, Frauenfeld.»


Antwort:
Warum so negativ, Herr Badertscher?
Die «Realität», von der Sie reden, ist eine andere: Offensichtlich haben viele Leute riesig Freude am Park. An schönen Tagen bewegen sich ganze Trauben von Spaziergängern durchs Gelände, darunter viele junge Familien mit Kinderwagen. Die Brücken werden nicht nur einmal, nein: zwei- und dreimal absolviert. Der Pavillon kommt an. Und wer wollte in Abrede stellen, dass im Rahmen der Neugestaltung ein Fehler aus der Vergangenheit korrigiert worden ist: Der Hauptlauf der Murg ist heute ein Juwel, naturnah, fröhlich, mal langsam mal schnell, mit Badebuchten und «Stehgewässern». Enten, Bisamratten, Fische und Kinder (im Sommer) freut’s! Und vielleicht wartet das nächste Hochwasser, bis die Grasnarbe am Bächli fest und widerstandsfähig ist.
Aber vor allem, Herr Badertscher: SIE sind ja auch Souverän. Dieser Souverän hat an der Urnenabstimmung vom 13. November 2011 mit Zweidrittels-Mehrheit den Kredit über 3,6 Mio. Franken zur Erstellung des Parks gutgeheissen. Falls Sie das nicht mehr wissen, ich helf Ihrer
Erinnerung gern auf die Sprünge!

Nen schönen Gruss! Chnuri.