Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 08.04.2015

SCF-«Heimspiel» ist in Neftenbach

Nach dem 30:26 bei Fortitudo Gossau müssen die Frauenfelder 2.-Liga-Handballer das Aufstiegsrückspiel am Samstag, 11. April, um 18:00 Uhr in Neftenbach austragen. Weil im Thurgauer Kantonshauptort keine Halle frei ist.

 

 

Dank einer geschlossenen und starken Mannschaftsleistung konnten die Frauenfelder Handballer das Auswärtsspiel dieses 2.-Liga-Halbfinals gegen Fortitudo Gossau mit 30:26 (16:10) gewinnen. Mit diesem Sieg brachte sich der SCF für das Rückspiel um den Aufstieg in die 1. Liga in eine sehr gute Ausgangslage. Aber das Heimspiel entfällt und so etwas muss arg zu denken geben.

Wirklich kein Aprilscherz
Es handelt sich nicht um einen schlechten Aprilscherz: Obwohl der SCF Heimrecht geniessen würde, kann die Partie nicht in Frauenfeld stattfinden. Frauenfeld muss sein «Heimspiel» deshalb am Samstag, 11. April, um 18:00 Uhr in Neftenbach in der Halle Ebni absolvieren. Sämtliche Hallen in Frauenfeld sind bereits seit Wochen ausgebucht, weshalb trotz intensivster Gespräche seitens des SCF mit verschiedensten Stellen keine Möglichkeit in Frauenfeld gefunden werden konnte. Unter dem Motto «SCF zu Gast bei Freunden» war keine andere Lösung machbar.
Dabei hatten die Frauenfelder alles versucht. Trainer Fabian Schäfli kann nur den Kopf schütteln: «Es war wie verhext. Auch ein Abtauschen mit Gossau war nicht möglich. In den Winterthurer Eulachhallen hätten wir zwar spielen können, aber nicht dann, wenn wir wollten. Wir haben es auch in Weinfelden und in Müllheim versucht. Ergebnislos.» Ein Problem war natürlich auch das von den Akteuren verwendete Haftungsmittel. Früher war es das Harz an den Händen.

Schäfli trotzdem zuversichtlich
Dank den guten Beziehungen zum HC Neftenbach (hier sei ein grosses Danke­schön angebracht) bekam das SCF-Fanionteam eine nicht vollkommen fremde Halle zur Verfügung gestellt. Ebenfalls wird der SCF die Infrastruktur vor Ort benützen können, so dass auch ein Beizli betrieben werden kann.
Das unsägliche Hin und Her um den Spielort hat natürlich auch Fabian Schäfli beschäftigt. Doch er stellt klar fest: «Für mein Team ist es nun ein besonderer Anreiz, auch dieses sogenannt zweite Auswärtsspiel zu gewinnen. Das ist sowieso die Voraussetzung, weil wir doch aufsteigen wollen.» Der Coach kann in Sachen Kader eigentlich aus dem Vollen schöpfen. Um sich an die neue Infrastruktur zu gewöhnen, wird diese Woche zweimal auch in Neftenbach trainiert.
Bringt der SCF diese «Heimpartie» auf fremdem Territorium ebenfalls erfolgreich hinter sich, wartet der Final. Und da ist bereits fix, dass das Heimspiel am Samstag, 25. April, in der Frauenfelder Rüegerholz-Halle ausgetragen werden kann. (rs/am)