Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 30.10.2019

Charme trotz Wachstum erhalten

Stadt nimmt Bevölkerung bei der Stadtentwicklung weiter mit ins Boot

Mit einer gut besuchten Informationsveranstaltung hat die Stadt Frauenfeld am Samstag einem wichtigen Kapitel in der Stadtentwicklung einen Schub gegeben – der künftigen Gestaltung des Murgbogens. Trotz grossem baulichen Potenzial ist eines klar: Der Charme von Frauenfeld muss erhalten bleiben.

 

 

Der Aufmarsch von rund 200 Besucherinnen und Besuchern zur Infoveranstaltung in der Militärsporthalle am Rande der Grossen Allmend zeigte das Interesse an einer Mitwirkung bei der Stadtentwicklung deutlich auf.
Dabei geht es diesmal um ein Projekt von grosser Tragweite – die Gestaltung des Gebiets rund um den Murg-Auen-Park mit frei werdenden Gebäuden wie Stadtkaserne, Zeughäuser, Hallen und Produktionsgebäuden sowie um zahlreiche Freiräume. Dabei ist in den nächsten 30 Jahren mit einem Bevölkerungszuwachs in der Grösse von Aadorf zu rechnen – wie Stadtbaumeister Christof Helbling sagte. Er hob aber auch gleich den Mahnfinger betreffend übermässiger Bautätigkeit und sagte, «die Stadt ist für die Menschen da, nicht für Häuser».

Plus 7000 Einwohner
Raumplanerin Nina Stieger bezifferte dazu das erwartete Wachstum von Frauenfeld in den nächsten drei Jahrzehnten auf 7000 Einwohner und 5500 Beschäftigte.
Wie sich dieses Wachstum baulich und gestalterisch auswirken könnte, zeigte der Zürcher Comiczeichner und Architekt Matthias Gnehm auf. Eines seiner Bilder beinhaltet unter anderem das Gebäude für das Historische Museum auf dem Gelände der Stadtkaserne. Die Bilder von Gnehm stiessen auf viel Interesse und wurden gut aufgenommen. Gleichzeitig konnten die Besucherinnen und Besucher aber auch Wünsche und Vorstellungen einbringen, die Gnehm teilweise gleich auf den Bildern anbrachte.

Aufruf zum Mitwirken
Bauvorsteher Andreas Elliker unterstrich beim Anlass, der von Kommunikationsspezialistin Chris Gothuey und Filmemacher/Fotograf Michael Spindler moderiert wurde, die Bedeutung einer öffentlichen Mitwirkung bei der Stadtentwicklung. Dazu ermunterte er, die Website zu besuchen, sich dort auf Entdeckungstour zu begeben und an der elektronischen Umfrage teilzunehmen. Auf dieser Website ist auch ein Film über Menschen in Frauenfeld aufgeschaltet, der am Samstag allgemein viel Gefallen fand. Wünsche und Vorschläge zum Thema können aber auch via Postkarte eingereicht werden (diese sind am Infoschalter der Stadtverwaltung im Rathaus erhältlich).

Andreas Anderegg

www.murgbogen.ch

 

 

Charme trotz Wachstum erhalten

 

 

Charme trotz Wachstum erhalten