Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 24.06.2020

Ein Projekt mit Weitsicht

Matzingen befindet über Zusammenführung der Gemeindeverwaltung

Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern von Matzingen bietet sich am 5. Juli die Gelegenheit, der Gemeindeverwaltung als Dienstleistungszentrum auf lange Sicht hinaus eine optimale Infrastruktur zu verschaffen. Der Gesamtkredit beläuft sich auf 685 000 Franken, der Steuerfuss wird nicht tangiert.

 

 

Der Tenor an der zweiten Infoveranstaltung zum Vorhaben in Matzingen, die Gemeindeverwaltung in der Luderliegenschaft zusammen zu führen, war wohlwollend. Dies überrascht wenig, will sich doch niemand gegen schlankere Verwaltungsabläufe wehren, die mit einer Verbesserung der Infrastruktur erreicht werden können. Und auch nicht gegen kundenfreundliche Einrichtungen wie Diskretionsschalter. Und darum geht es vor allem beim Kredit im Umfang 685 000 Franken, über den am 5. Juli abgestimmt wird. Gemeindepräsident Walter Hugentobler, Gemeindeschreiberin Sandra Kleindl, Gemeinderat Roger Wegmüller sowie Baufachmann Stefan Schwörer von a3s projektmanagement und David Meienhofer von Imhof Immobilien AG stellten im Mehrzweckgebäude das Projekt vor und beantworteten Fragen.

Verwaltung unter einem Dach
Kernstück des Vorhabens ist die Zusammenführung der Gemeindeverwaltung in der Luderliegenschaft. Diese liegt an der Altholzstrasse unmittelbar neben der Gemeindeverwaltung und gehört der Gemeinde. Dieses Gebäude beherbergt aktuell bereits die Sozialen Dienste und die Bauverwaltung, weil diese im Kanzleigebäude keinen Platz haben. Nach dem Auszug der Kantonspolizei bietet sich nun die Chance, in dieser Luderliegenschaft die gesamte Gemeindeverwaltung zusammen zu legen. Damit können die internen Abläufe wesentlich verbessert werden, insgesamt 12 Arbeitsplätze (Reserveplatz inklusive) eingerichtet sowie zeitgemässe Raumstrukturen auch im Interesse von Kundinnen und Kunden geschaffen werden (Diskretionsschalter). Wie Gemeindepräsident Walter Hugen-tobler betonte, wird die regionale Zusammenarbeit mit Stettfurt und Thundorf laufend verstärkt. Durch die Konzentration von Aufgaben werden auch räumliche Bedürfnisse entstehen, auf die man vorbereitet sein müsse. Mit der Zusammenlegung der Verwaltung in der Luderscheune werde ein solches zusätzliches Raumangebot geschaffen.

Fragerunde
Bei der Fragerunde wurde unter anderem ein zusätzlicher Eingang direkt zum Bauamt angekündigt. Auch wurde die Frage aufgeworfen, ob im Thurgau weitere Gemeindefusionen zu erwarten sind – wodurch die Anzahl der Gemeindeverwaltungen sinken werde. Wie der Gemeindepräsident dazu sagte, sind bis auf Weiteres keine Fusionen von Gemeinden zu erwarten, nachdem die letzte Reduktion auf aktuell 80 Gemeinden im Kanton vor noch nicht allzu langer Zeit abgeschlossen wurde.

Wenn die Stimmbürger dem Gesamtkredit im Betrag von 685 000 Franken am 5. Juli zustimmen, kann unmittelbar nach den Sommerferien mit den Arbeiten begonnen werden. Wichtig dabei: Bauliche Massnahmen in und an der Luderliegenschaft müssen nach dem Auszug der Kantonspolizei ohnehin ergriffen werden, damit sie neu genutzt werden kann. Wie im Weiteren zu erfahren war, gibt es für die heutigen Räume der Gemeindekanzlei – Mietpreis 2800 Franken – bereits vier Interessenten. Damit dieses Gebäude von einem Mieter genutzt werden kann, werden in allen Fällen keine massiven Umbauten notwendig sein.
Andreas Anderegg



Auf einen Blick
Die Gesamtkosten für die neue Gemeindeverwaltung in Matzingen sind auf 685 000 Franken budgetiert. Davon entfallen 470 000 Franken auf die Sanierung/den Umbau der Luderliegenschaft inklusive ebenerdigem, rollstuhlgängigem Zugang. Weitere 215 000 Franken sind für die Umgebungsgestaltung sowie die Erstellung von insgesamt 13 Parkplätzen vorgesehen. (aa)

 

 

Ein Projekt mit Weitsicht

 

 

Ein Projekt mit Weitsicht