Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 15.07.2020

Tiefere Gebühren im Parkhaus

Antwort auf Einfache Anfrage enthält interessante Aussagen

Das Benutzen von unterirdischen Parkplätzen in Frauenfeld könnte bald günstiger sein als das Parkieren auf oberirdischen Parkplätzen. Dies soll mithelfen, die bisweilen schlecht genutzten Parkplätze in öffentlichen Parkhäusern stärker zu nutzen.

 

 

Enthalten ist der Hinweis auf eine neue Gebührenstruktur in der Antwort des Stadtrats auf die Einfache Anfrage betreffend «Auslastung von subventionierten öffentlichen Parkierungsanlagen», die von den Gemeinderatsmitgliedern Anita Bernhard Ott (CH) sowie Michael Pöll und Roman Fischer (beide Grüne) eingereicht worden war.

Verkehrslenkung via Portemonnaie
Wie der Beantwortung der Einfachen Anfrage weiter zu entnehmen ist, wurden die öffentlichen Parkplätze im Parkhaus am Marktplatz um die Mittagszeit vor der Corona-Krise im Durchschnitt zu 65 Prozent belegt, jene im Parkhaus Alstadt zu rund 30 Prozent. Mit der Überarbeitung des Parkierungsreglements, dessen Entwurf beim Departement für Bau und Umwelt zur Vorprüfung eingereicht wurde, möchte der Stadtrat nun eine neue gesetzliche Grundlage schaffen. Dadurch sollen die Tarife künftig so gestaltet werden können, um neben der Kostendeckung neu auch eine lenkende Wirkung zu erreichen. Auf der neuen gesetzlichen Grundlage könnten für unterirdische Parkplätze günstigere Gebühren erhoben werden als für oberirdische – was nichts anderes ist als eine «Verkehrslenkung via Portemonnaie».

Abtausch angeregt
In der Vergangenheit hatte die Frauenfelder Woche im Zusammenhang mit den wenig genutzten öffentlichen Parkplätzen im Parkhaus Altstadt mehrmals auf das Anliegen des Gewerbes für eine Parkplatz-Rochade beim Konvikt hingewiesen. Dabei wird angeregt, die von den Kantonsangestellten belegten Parkplätze zwischen Obergericht und Kantonsbibliothek in das Parkhaus Altstadt zu verlegen und die freiwerdenden Plätze im Gegenzug der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Denn überirdische Parkieranlagen werden von der Bevölkerung besser angenommen als Tiefgaragenparkplätze. Dies hängt mit den meist kürzeren Gehdistanzen für Besorgungen zusammen sowie mit der Tatsache, wonach Parkplätze im Untergrund wegen fehlendem Tageslicht nicht gerne benutzt werden. Zuletzt hatte Kantonsingenieur Erol Doguoglu im Mai auf Anfrage erklärt, man sei offen für eine Neubeurteilung der Sachlage und prüfe die Rahmenbedingungen. 


Andreas Anderegg