Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 02.06.2021

Grosses Interesse an «8 Frauen im Schaufenster»

Ausstellung zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts

Seit dem letzten Freitag werden in der Frauenfelder Altstadt im Rahmen der Ausstellung «8 Frauen im Schaufenster» acht Frauen für ihr Wirken geehrt. Die Eröffnung samt Rundgang stiess auf viel Interesse. Die Porträts in der Altstadt bleiben bis zu den Sommerferien in verschiedenen Parterrefenstern sichtbar.

 

 

Die Thurgauer Frauenzentrale und der Verein Thurgauer Frauenarchiv luden anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht zur Eröffnung einer besonderen Ausstellung in der Frauenfelder Altstadt ein: «8 Frauen im Schaufenster» präsentiert eine Reihe weiblicher Thurgauer Persönlichkeiten, die im letzten Jahrhundert wenig rollenkonform ihren Weg gegangen sind und so Vorbildcharakter für die gelebte Gleichberechtigung hatten. Darunter Namen wie Menga Danuser, zweite Thurgauer Frau im Nationalrat oder Ella Gonzenbach-Oettli, eine der ersten Ärztinnen am Kantonsspital Frauenfeld.

Grosses Interesse
Eine Grosszahl von Frauen und einige wenige Männer fanden sich am Freitagnachmittag vor dem Schloss Frauenfeld ein, um auf einem Rundgang mehr über die acht Frauen zu erfahren und diese zu würdigen. Darunter übrigens auch die erste Thurgauerin im Nationalrat, Margrit Camenzind. Regula Gonzenbach, Präsidentin des Frauenarchiv Thurgau, hob in ihrer Begrüssung hervor, dass es viel Mut brauchte, sich so zu zeigen, wie das diese acht Frauen zu ihrer Zeit taten.

Aktivismus früher und heute
In einer pointierten Rede erzählte Historikerin Heidi Witzig dann von Heldinnen im Thurgau, ihren eigenen Erfahrungen als junge Frau an der Kantonsschule – inklusive einem eigens für Mädchen gemachten Staatskundebuch ohne den ganzen politischen Apparat darin – und den Veränderungen des Kampfes gegen Ungerechtigkeiten von früher und heute. Sie nannte das Frauenstimmrecht auch liebevoll das «Erwachsenenstimmrecht».

Michael Anderegg