Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 02.06.2021

Die Profis sind fertig, die Amateure legen nochmals los

Die Vorrunde kann zu Ende gespielt werden – Entscheidungen sollen her

Es war die hoffnungsvolle erwartete Nachricht, die der Bundesrat letzten Mittwoch verkündete. Viele Amateursportler dürfen seit vergangenem Montag wieder richtig ran. Es darf nicht nur normal trainiert werden, sondern im Freien dürfen auch Wettkämpfe wieder stattfinden. Dies sehr zur grossen Freude der Amateur-Fussballer.

 

 

Die Meisterschaften und Cup-Wettbewerbe der Profis auf nationaler Ebene sind abgeschlossen. Auch die Barrage-Partien sind bereits gespielt. YB wurde Meister – zugegeben, das war schon sehr lange klar –, Luzern holte den Cup, Sion schaffte gegen Thun den Verbleib in der Super League und die Grasshoppers schafften mit Feuerwehrmann Zoltan Kadar den Aufstieg in die oberste Spielklasse. Dieser war übrigens vor 20 Jahren mal Spielertrainer beim FC Frauenfeld.

Kontaktlos trainiert
Bei den Profis ist somit alles klar, nun ist es an den Amateuren, wieder für Schlagzeilen und Erfolge zu sorgen. Denn seit Montag darf wieder regulär trainiert werden. Zur Erinnerung: Seit Anfang März durften über 20-jährige Fussballerinnen und Fussballer nur kontaktlos und mit maximal 15 Personen trainieren. Mit dem vorletzten Öffnungsschritt kam zuletzt zwar wieder etwas Körperkontakt dazu, allerdings nur mit Maske vor Mund und Nase – normaler Trainingsbetrieb sieht anders aus. Einzig die Juniorenteams (unter 20-Jährige) durften normal trainieren und Spiele austragen. Letzten Mittwoch kam dann die Meldung aus Bern, auf die so viele, «ältere» Hobbysportler gewartet hatten: Nun dürfen im Amateurbereich maximal 50 statt 15 Personen gemeinsam Sport treiben. Publikum ist ebenfalls wieder zugelassen. Ausserdem sind auch Wettkämpfe von Mannschaftssportarten im Freien wieder erlaubt.

Vorrunden beenden
Das oberste Ziel für den Ostschweizer Fussballverband (OFV) ist die Beendigung der Vorrunde der Meisterschaften in allen Ligen. Denn dann kann die Meisterschaft gewertet werden und es gibt Auf- und Absteiger. Den Grundstein für diesen Entscheid und das Vorgehen legte der OFV bereits im letzten Herbst, als er die Regelung bei Saisonabbruch in die allgemeinen Weisungen zum Wettspielbetrieb aufnahm.

FCF will den Aufstieg
Beim FC Frauenfeld freut man sich über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs: «Alle wollen ihrem Hobby wieder ohne Einschränkungen nachgehen, entsprechend ist die Freude gross», sagt Michael Krucker, Leiter Sport und Corona-Verantwortlicher beim FCF. In den verbleibenden Spielen sollen laut ihm möglichst alle Spielerinnen und Spieler zum Einsatz kommen und dabei das höchst mögliche Ziel erreicht werden. Für das 2.-Liga-Fanionteam um Trainer Marco Vintem geht es in den verbleibenden zwei Spielen noch um den Aufstieg. Aktuell liegt der FCF auf Platz eins, mit drei Punkten Vorsprung auf die zweite Mannschaft des FC Rapperswil-Jona. Allerdings haben diese eine Partie weniger auf dem Konto. Die Frauenfelder treffen in der Meisterschaft am 19. Juni noch auswärts auf Wattwil Bunt (Rang 10) und am 26. Juni zu Hause auf den FC Abtwil-Engelburg (Rang 3). Zuvor geht es aber erst einmal darum, «in den Rhythmus zu kommen», wie Michael Krucker sagt. Deshalb stehen vor den entscheidenden Partien noch drei Testspiele auf dem Programm.

Wängi vor schwerer Aufgabe
Der FC Wängi, der in der 2. Liga in derselben Gruppe wie der FC Frauenfeld spielt, muss sich am anderen Ende der Tabelle orientieren. Das Team von Trainer Marius Derungs ist derzeit auf Rang 12 das Schlusslicht. Drei Punkte trennen sie von einem begehrten Platz über dem Strich. In den letzten beiden Spielen wird es für Wängi also um den Verbleib in der 2. Liga gehen. Dabei treffen sie am 19. Juni auswärts auf Schmerikon (Rang 6) und am 26.6. dann zu Hause auf Wattwil-Bunt (Rang 10).

Michael Anderegg


FCF-Frauen wollen Klassenerhalt
Auch das Frauenteam des FCF darf wieder ran. Das Team stand zum Zeitpunkt des Unterbruchs der Vorrunde auf Rang acht, knapp vor den Abstiegsplätzen. Aus den verbleibenden beiden Meisterschafts-Partien gegen Kirchberg (Rang 6) und Bühler (Rang 11, bereits abgestiegen), brauchen die Frauenfelderinnen mindestens einen Sieg, um vom FC Münchwilen (Rang 9, mit vier Punkten Rückstand) nicht mehr eingeholt werden zu können und sich den Klassenerhalt zu sichern.
(mra)