Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 26.02.2025

Gute Stimmung an der Jahresversammlung

Quartierverein Vorstadt verzeichnet Mitgliederzuwachs. 77 Mitglieder nahmen am Freitagabend an der Jahresversammlung des Quartiervereins Vorstadt in der Mensa der Kanti teil. Nach dem gemütlichen Teil mit Käseschnitten und Austausch gab es eine nicht minder gesellige Sitzung mit Fragen zum Quartier per QR-Code.

 

 

Reto Menzi durfte seine erste Jahresversammlung als Präsident des Quartiervereins Vorstadt vor vollem Haus eröffnen. Neben den 77 Stimmbeteiligten waren auch zahlreiche Gäste anwesend – darunter Stadträtin Andrea Hofmann Kolb, Gemeinderatspräsident Hanspeter Gubler, Schulbehördenvertreterinnen und Vertreter sowie Vorstandsmitglieder der befreundeten Quartiervereine.


Der Einstieg in die Versammlung war sehr interaktiv. Ueli Bötschi ermunterte die Mitglieder dazu, ihre Handys zu zücken und einen auf der Leinwand abgebildeten QR-Code zu scannen. Auf ihren Displays wurden den Anwesenden nachfolgend verschiedene Fragen gestellt wie beispielsweise: «Was sind ihre Lieblingsplätze im Vorstadt Quartier?». Die Antworten wurden ebenfalls auf die Leinwand projiziert: Der Botanische Garten ging hier als Favorit hervor. Ueli Bötschi meinte daraufhin: «Es ist schön, auf spielerische Weise zu sehen, was wir für tolle Plätze im Quartier haben. Der Ausflug in den Botanischen Garten wird direkt ins Veranstaltungsprogramm aufgenommen». Apropos Veranstaltungsprogramm: Auch in diesem Jahr versprechen die Anlässe des Quartiervereins abwechslungsreich zu sein. Im April ist ein Pferdesporttag auf der Grossen Allmend gesetzt, im Mai wird der Tag der Nachbarschaft begangen, im Juni folgt dann das traditionelle und mit dem Minigolf alternierende Boule-Turnier. Es gibt weiter eine Velotour der Thur nach, ein Grill & Thrill oder eine Besichtigung der Kaffeerösterei in der Kaserne.


Visueller Jahresbericht
Nachdem das Protokoll der Jahresversammlung 2024 einstimmig angenommen wurde, gab es noch mehr kreative Einschübe. Statt einen trockenen Jahresbericht vorzulesen, hatte Reto Menzi in einem kleinen Film, mit Bildern, Illustrationen und rockiger Musik unterlegt, die Veranstaltungs-Highlights des letzten Jahres kurz zusammengefasst. Dieser etwas andere Rückblick wurde von den Mitgliedern per Handzeichen gutgeheissen und mit entsprechendem Applaus belohnt. Ebenfalls abgesegnet wurde die Rechnung 2024 und das Budget 2025, beides erläuterte Claudia Küng. Die Erfolgsrechnung schloss mit einem Aufwand von 3614 Franken ab und einem Ertrag von 4054 Franken, daraus ergibt sich ein Gewinn von 440 Franken. Das Vereinsvermögen beträgt somit neu insgesamt 14 980 Franken.


Das Budget für das laufende Jahr geht von einem Ertrag von 4100 Franken aus und einem Aufwand von 4600 Franken – vor allem aufgrund von Ausgaben für diverse Anlässe. Daraus ergibt sich ein veranschlagter Verlust von 500 Franken, der aber eventuell mit mehr Mitgliederbeiträgen aufgefangen werden könnte. 2024 verzeichnete der Verein immerhin 33 Neueintritte gegenüber fünf Austritten, damit zählt er nun insgesamt 163 Mitglieder. Eine erfreuliche Entwicklung, vor allem angesichts des Umstands, dass der älteste Frauenfelder Quartierverein vor zwei Jahren noch kurz vor dem Aus stand, weil neue Vereins- sowie Vorstandsmitglieder fehlten. Nun scheint man aber zusammen positiv in die Zukunft zu blicken.


Der Beitrag von 20 Franken pro Mitglied bleibt auch im laufenden Jahr erhalten. Die Mitglieder konnten per Handy-Voting jedoch ihre Meinung dazu kundtun, ob sie sich künftig auch einen Betrag von 25 bis 30 Franken vorstellen könnten. Das Ergebnis war eindeutig – Ja, sie können. Daneben hat der Vorstand Zuwachs bekommen – neu in diesen gewählt wurde einstimmig Daniela Hinnen, die in Frauenfeld aufgewachsen ist und seit 14 Jahren mit ihrer Familie im Quartier wohnt.


Veränderung als Chance
Stadträtin Andrea Hofmann Kolb dankte dem Verein fürs «Dranbleiben», den grossen Einsatz in der Stadt und berichtete von Plänen, die auch das Quartier betreffen. «Thema Stadtkaserne – diese wird weiter belebt. Am 17. und 18. Mai ist ein Tag der offenen Tür geplant. Wir koordinieren zudem mit dem Amt für Tiefbau und Verkehr die Umsetzung der Wärmezentrale von Thurplus und sind für die Planung der Strassenraumaufwertung in der Innenstadt dankbar für die Inputs des Quartiervorstands».


Sarah Stutte