Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 06.08.2025

Zwischen Tradition und Fortschritt

Bundesfeier in Pfyn

SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr sprach am 1. August in der Gemeinde Pfyn vom Vertrauen, welches im Herzen des Kantons Thurgau das Fundament zwischen Tradition und Fortschritt bilde.

 

 

Der Regen machte gerade Pause. Rund 200 Gäste begrüsste Gemeindepräsidentin Karin Grossglauser zur Bundesfeier unter dem geschützten Vordach auf dem Schulhausplatz. Der Akkordeon- und Gitarrenclub Pfyn umrahmten den Anlass. Später am Abend stimmte der Gemischte Chor Pfyn unter der Leitung von Dirigentin Sonja Stierli rassige Lieder an.


Festrednerin Diana Gutjahr
Die Festrednerin, SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr vermittelte in ihrer Ansprache sehr persönliche Worte an das Publikum. Man merkte rasch, Diana Gutjahr hatte sich gut vorbereitet. Sie sagte: «Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich an dieser Rede sagen soll.» Allzu politisch wolle sie nicht werden, eher ihre Gefühlslage widerspiegeln. Und, dass sie in Pfyn, im Herzen des Kantons Thurgau auftrete mache sie stolz. Hier verbinde sich Tradition mit Fortschritt. Den Ort machen die Menschen aus. Hier kenne man sich gegenseitig und vertraue einander.


Mit der Schweiz verwurzelt
Mit Blick auf das Weltgeschehen, sprach Gutjahr von komplexen Themen. Manches sei aggressiver geworden, denke man nur an den Zollschock von Donald Trump. Für die Schweiz bedeuten solche Botschaften, trotz eines gewissen Unbehagens, mehr zusammenstehen und den Blick schärfen auf das, was verbinde. Das Leben finde vor Ort statt, im Verein, in der Pflege, in der Politik. «Diesen Weg sollten wir weitergehen.» Diana Gutjahr riet: «Seien Sie weitsichtig, ohne Polemik zu machen.» Die Schweiz sei vergleichbar mit einer Wurzel und das Land sei nicht perfekt, habe gar knorrige Äste. Die Zeit habe auch ihre Spuren hinterlassen. Am 734. Geburtstag der Schweiz habe es rückblickend schon viele Stürme gegeben, so dass symbolisch gesehen ein Baum in Schieflage geraten könne. Manche Bürger sägen sogar an einem Baum. Gerade dann sollte man sich auf Werte besinnen wie Freiheit, Sicherheit, Unabhängigkeit. Leute, die dies zelebrieren, seien stark mit der Schweiz verwurzelt. Die Festrednerin sagte: «Kommen Sie nie vom Weg ab.» Ein Diskurs sei wichtig, «aber mit Respekt». Ihr sei die Familie der wichtigste Ort, um an die Schweiz von morgen zu denken.
An dieser Feier wurde noch lange diskutiert. Die Organisatoren wussten, dass es Hunger und Durst gibt. Die Chormitglieder waren in der Festwirtschaft mit Wurst vom Grill, Kaffee und selbst gebackenen Kuchen vorbereitet. Vor dem Funken anzünden beteiligten sich Kinder und Jugendliche beim Eindunkeln am stimmigen Fackelumzug. 


Manuela Olgiati