Frauenfeld · 15.10.2025
Im ersten Match den Klassenerhalt gesichert
Die zweitägige 6. Schweizer Polizei-Unihockey-Meisterschaft in Frauenfeld war ein voller Erfolg. Den Titel holte sich wieder Bern. Die zwei Thurgauer Teams hatten sich mehr erhofft als je einen achten Platz.

350 Spieler aus fast allen Kantonen der Schweiz waren in drei Kategorien à zehn Equipen eingeteilt. Im gleichen Team spielten auch die Frauen mit und sie wurden von ihren Gegnern überhaupt nicht geschont. Ganz im Gegenteil. Sowieso wurde schon in der Qualifikation recht hart in die Zweikämpfe gestiegen.
In den drei Klein-Feldern spielten je drei Akteure pro Equipe. Die Partien dauerten zwanzig Minuten und trotz den Wochentagen war die Tribüne mit viel gutgelaunten und manchmal lautstarken Zuschauern immer gut besucht. Sie sahen Unihockey auf einem guten Niveau, auch weil in den Mannschaften zahlreiche Nationalliga-Akteure dabei waren. Sie sorgten mit ihrer Klasse oft für den Unterschied.
Hochstehender Final
Vor dem Anpfiff des Finals wurde es in der Kantihalle feierlich, als die Schweizer Nationalhymne ertönte. Danach schenkten sich Titelverteidiger Kapo Bern und Stapo Zürich nichts. Die favorisierten Berner, die ungeschlagen in dieses Endspiel zogen, gingen rasch 3:0 in Führung. Dank einem hervorragenden Zürcher Keeper fiel das Skore bei Spielhälfte nicht höher aus. Fünf Minuten vor Schluss kam Zürich auf 4:2 heran, aber dann machte Bern mit zwei weiteren Treffern zum 6:2 alles klar. Der bereits dritte Titel hintereinander wurde nach dem Schlusspfiff im Kreis laut grölend gefeiert: «Schwizer Meischter, Schwizer Meischter».
Viel Lehrgeld bezahlt
Die Kapo Thurgau I unterlag im Viertelfinal gegen Stapo Zürich 2:5 und im kleinen Halbfinal gegen Aargau mit dem gleichen Ergebnis. Auch die Partie um Platz sieben ging mit 4:7 gegen die Kapo Zürich verloren. Diesen achten Platz muss man allerdings schon etwas relativieren, zogen doch die Thurgauer gegen die zwei Finalisten und das drittklassierte Solothurn den kürzeren und bezahlten so einiges an Lehrgeld.
Thurgaus Polizei-Mediensprecher Matthias Graf meinte zum Abschneiden der zwei Equipen an diesem Titelkam: «Unsere beiden Mannschaften haben ihr Ziel leider nicht erreicht. Das Fanionteam wollte sich in der Kategorie A unter den besten fünf klassieren, Rang acht kam dabei nur heraus. Das Zwei hatte im C eigentlich den Aufstieg im Visier und wurde ebenfalls Achter».
Das Thurgauer Fanionteam begann in den Gruppenspielen mit einem wichtigen 2:1 über die Stapo St. Gallen erfolgreich, doch dann setzte es gegen Graubünden eine 3:6-Niederlage ab. Im Duell mit Solothurn hatten sich die Einheimischen einiges ausgerechnet, gerieten aber mit 1:9 arg unter die Räder. Nach dieser Klatsche musste man gegen die sehr starken Berner mit dem Schlimmsten rechnen. Das bittere 1:11 war die fast logische Folge
Den Ligaerhalt geschafft
Trotzdem durfte Kapo Thurgau I aufatmen, weil St. Gallen auch in den weiteren drei Partien unterlag und so war der Klassenerhalt zum Glück bereits gesichert. Es standen für die Einheimischen aber nach der Qualifikation noch drei Rangierungs-Begegnungen an, die alle verloren gingen. Allerdings ohne Folgen, denn die Stapo St. Gallen stieg ab.
Das Schlussfazit ist schnell gezogen: Die Kantonspolizei Thurgau hat diesen Titelkampf und auch den Gala-Abend in Frauenfeld mustergültig organisiert und erhielt dafür von allen Seiten viel Lob.
Die nächsten Schweizer Polizei-Unihockey-Meisterschaften finden in zwei Jahren in Zug statt.
Text und Bild: Ruedi Stettler
Infos: www.kapo.tg.ch/sm2025