Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 15.10.2025

Baustart um ein Jahr hinausgeschoben

Gemeinde Pfyn, Badigebäude Frankrichli

Die Vorfreude im Gemeinderat auf das neue Badigebäude beim Naturweiher Frankrichli in Pfyn ist weiterhin gross. Die Stimmberechtigten hatten den Investitionskredit über 1,25 Millionen Franken im November 2024 gutgeheissen. Auf den Baubeginn freut sich auch die Pfyner Bevölkerung. Nun muss der Start um ein Jahr verschoben werden. Herausforderungen liegen bei den gesetzlichen Vorgaben.

 

 

Der Pfyner Gemeinderat Thomas Eugster nennt die Gründe. Eugster sagt: «Ursprünglich schien der Zeitplan realistisch.» Die Gemeinde Pfyn plante einen Holzelementbau. Mit der Detailplanung wurde es richtig komplex. Die von der Gebäudeversicherung vorgeschriebene Bauweise in Massiv-Sichtbeton zeichnet nun ein deutlich anderes Bild.


Extremereignis Hochwasser
Die Gemeinde muss die Sicherheit vor einem Extremereignis erfüllen, das alle 300 Jahre vorkommen kann. Eugster sagt: «Bei einem allfälligen Hochwasser darf für den Bau bis zu einer vorgegebenen Höhe nur Material verwendet werden, das weniger Schaden nimmt sowie wieder erneuert werden könnte.» Die Decken im Gastrobereich und Dachterrasse müssen neu mit Beton und Stützelementen erstellt werden. Dies führt zu Verzögerungen. Die Bauzeit dauert somit länger. Gemäss Gemeinderat beanspruchen die Arbeiten des Baumeisters rund drei Monate.
Eugster rückt eine enge Zusammenarbeit des Gewerbes ins Zentrum. Mit dem straffen Zeitplan hätte sich das Projekt innerhalb der vorgesehenen sieben Monate nicht fertigstellen lassen, und der Abschluss wäre erst gegen Ende der Sommerferien 2026 möglich gewesen.


Badibeiz bleibt geöffnet
Den sommerlichen Badespass will die Gemeinde Pfyn ihren Einwohnerinnen und Einwohnern uneingeschränkt ermöglichen. Auch die Badibeiz wird mit dieser Verschiebung während der Saison von Mai bis September wie gewohnt geöffnet sein. Eugster betont, dass sich an den Kosten nichts ändere. Er sei nur schon froh um die sorgfältigen Abklärungen.
«Der Gemeinderat hat gemeinsam entschieden, den Baustart um eine Saison zu verschieben», sagt Eugster. Der Entscheid sei nicht leichtgefallen. Doch diese Lösung stehe im Interesse aller Beteiligten, die Planung gründlich abzuschliessen und die Arbeiten der Handwerker aufeinander abzustimmen.
Der Baustart findet nun im September 2026 statt. Eugster sagt: «So können wir mit mehr Sicherheit und besser planbaren Wetterbedingungen arbeiten und unnötige Verzögerungen vermeiden.» In einem Jahr, so Eugster, wird die Bevölkerung an einem hochwertigen Badigebäude mit Beizli Freude teilen.  


Text und Bild: Manuela Olgiati