Frauenfeld · 15.10.2025
Die Kinder tanzen durch die Ferien
Ferienpass Ballettstunde Frauenfeld
Die acht Mädchen verteilen sich in der «The Motion Factory» vor dem Spiegel. Einige tragen ein Balletttrikot und Ballettschläppchen passend zur stattfindenden Ballettstunde. Andere haben sich Leggins und Shirts angezogen. Gespannt warten sie auf Sara Peña, die Kursleiterin der heutigen Stunde.

Der Ferienpass ist eine Freizeitbeschäftigung in den Herbstferien für Kinder von der ersten bis zur sechsten Primarklasse, die in Frauenfeld und Umgebung wohnen. Gemäss Veranstalter nehmen jedes Jahr zwischen 450 und 550 Kindern am Ferienpass teil. «Den Verein Ferienpass gibt es schon seit 2001», erklärt Claudia Hug, Mitglied des Vereins und verantwortlich für das Marketing. Grundsätzlich können alle Interessierten im Verein mitmachen. «Der Verein Ferienpass Frauenfeld besteht aus freien Mitgliedern aus Frauenfeld und Umgebung, Vertreterinnen und Vertretern der Primarschulbehörde und des Gewerbevereins», erklärt Hug weiter. Für 20 Franken nehmen Kinder an mindestens drei Kursen teil. Dazu erhalten sie während dieser Zeit freien Eintritt in die Schlossbadi, die Kunsteisbahn und die Minigolfanlage in Frauenfeld. Neben dem Ballett gibt es noch Kurse wie «Backen und Kochen mit den Profis», «Auf Spurensuche durch die Allmend» oder «Das weisse Gold».
Grundpositionen des Balletts
In einem Kreis sitzen inzwischen die Mädchen und stellen sich nacheinander vor. Einige sind acht, andere erst sechs Jahre alt. «Heute lernen wir die erste und zweite Position im Ballett», erklärt Kursleiterin Sara Peña. Dafür stellen sich die Kinder mitten im Raum vor dem Spiegel auf und Peña zeigt ihnen als erstes die Fusspositionen. Für die erste Position platziert man die Füsse in einer V-Form. In der zweiten Position stellt man die Füsse schulterbreit hin. Die Arme hält man in der ersten Position kreisförmig vor dem Bauchnabel - ohne herunterhängende Ellbogen. In der zweiten Position werden die Arme zur Seite geöffnet. Die Ellbogen beugt man leicht, doch sie sollten ebenfalls nicht herunterhängen. Die Handflächen zeigen nach vorne.
Tänzerische Übungen
Nach dem Lernen der Positionen macht die Gruppe Lockerungsübungen. Klassische Musik erklingt. Spielerisch tanzen die Kinder eine leichte Abfolge durch den Raum. Als nächstes setzen sie sich in einem Kreis auf den Boden. Die Füsse werden gestreckt und wieder nach oben Richtung Fussgelenk gezogen: Im Fachbegriff heisst das «Point und Flex», erklärt Peña. Es folgt eine weitere Übung für den Spagat. Vielen Mädchen gelingt das ohne Mühe, einige haben mehr zu kämpfen. Zum Abschluss zeigt die Kursleiterin den Kindern eine letzte Übung vor. Sie sollen sich tanzend «Hallo und Tschüss» sagen. Fröhlich verlassen die Mädchen daraufhin die Stunde, die Eltern warten schon.
Text und Bild: Emma Ramsauer