Frauenfeld · 29.10.2025
Steuerfusssenkung um zwei Prozent
Budget 2026 der Primar- und Sekundarschulgemeinden Frauenfeld
Die Schulen Frauenfeld präsentieren Gewinne in beiden Budgets. An der Primarschulgemeinde kann der Steuerfuss um zwei Prozentpunkte von 57 auf neu 55 Prozent gesenkt werden. Die Unterlagen erhalten die. Stimmberechtigten in den kommenden Tagen. Die Abstimmung findet am 30. November statt.

«Wir haben Freude», sagte Schulpräsident Andreas Wirth an der Medienkonferenz zu den Schulbudgets 2026. Die Vorarbeit der vergangenen Jahre zeige sich von der positiven Seite. Beide Budgets für Primar- und Sekundarschulgemeinde präsentieren erfreulich schwarze Zahlen.
Beim Fiskalertrag rechnet die Stadt Frauenfeld mit steigenden Steuereinnahmen. Es wird auch an den Schulen davon ausgegangen, dass die Steuererträge weiter steigen werden. Debora Schäfli, die stellvertretende Abteilungsleiterin Finanzen verwies auf den Finanzplan der kommenden Jahre. Sie sagte: «Eine Steuerfusssenkung auf nun 55 Prozent auf Primarstufe ist verkraftbar.» Dank der guten Finanzlage wird wiederum eine Einlage in den Erneuerungsfonds für Schulbauten getätigt. Die Einlage von 890630 Franken sei gleich hoch wie die Entnahme aus der Neubewertungsreserve des Finanzvermögens. Zusätzlich werden weitere 600000 Franken eingelegt, die nicht mit der Neubewertungsreserve ausgeglichen werden. Die Einlage in den Erneuerungsfonds hilft, gemäss Schäfli, die Abschreibungslast, trotz der bevorstehenden Investitionen bei den Schulbauten tief zu halten.
Sanierung an Schulanlagen
In der Investitionsrechnung sind Posten für die dritte Etappe des Verpflichtungskredits zur Innensanierung der Schulanlage Oberwiesen, auch Vorbereitungs- und Planungsarbeiten zur Sanierung der Schulanlage Kurzdorf sowie für den Ersatz/Neubau des Gebäudes an der Algisserstrasse 20, den Ersatz der 48-jährigen Schliessanlage in der Schulanlage Kurzdorf. Wie Wirth ergänzte: «Es stehen Vorbereitungs- und Planungsarbeiten zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Erzenholz an.» Ein Ersatz der Heizung kommt im Kindergarten Chinesenbrüggli, ebenso der Leuchtenersatz in den Schulanlagen Huben und Herten und die Ergänzung der Photovoltaikanlage in der Schulanlage Huben. Die Gesamtinvestitionen sind netto auf 2,14 Millionen Franken beziffert.
Auch an der Sekundarschule läuft es rund. Die Schülerzahlen sind weiter angestiegen. Seit Beginn des laufenden Schuljahres werden 992 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 954) unterrichtet. Insgesamt werden 55 Klassen geführt (47 Regelklassen, 5 Kleinklassen, 1 Time-out-Klasse und 2 Integrationsklassen für Fremdsprachige).
Zu den Investitionen an der Sekundarschule sagte Wirth: «An der Schulanlage Auen sind Beschattung und mehr Sitzmöglichkeiten geplant.» Die Schulanlage Ost muss auf LED-Lampen analog derer an der Primarstufe umgerüstet werden. Zudem soll die Dachwohnung des Altbaus zu Schulraum umgenutzt und das Dach isoliert werden.
Zweimal Gewinne
Das Budget 2026 der Primarschulgemeinde schliesst bei einem reduzierten Steuerfuss von 55 Prozent (−2 Prozentpunkte) – mit einem Aufwand von rund 50,877 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 51,100 Millionen Franken ab. Der Gewinn beträgt 223’100 Franken.
Das Budget 2026 der Sekundarschulgemeinde schliesst bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 25 Prozent mit einem Aufwand von rund 26,564 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 26,750 Millionen Franken ab. Ertragsüberschuss beträgt 186’100 Franken. In der Investitionsrechnung an der Sekundarschule steht eine Nettoinvestition von 1,020 Millionen Franken in Aussicht.
Text und Bild: Manuela Olgiati