Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.10.2025

Zum Abschluss noch ein richtiger Exploit

Der Frauenfelder Triathlet Richard Lustenberger hat bei der Challenge Peguera Mallorca in seiner Kategorie den hervorragenden sechsten Rang erreicht.

 

 

Seit fünf Jahren wohnt der Zürcher Richard Lustenberger in Frauenfeld. Er hat sich zu einem der besten Triathleten (heuer deren vier absolviert) und vor allem Duathleten (achtmal gestartet) hierzulande entwickelt. Das kommt nicht von ungefähr. Der Staatsangestellte in einem 90-Prozent-Pensum trainiert je nach Saison unterschiedlich: «12 bis 18 Stunden pro Woche wende ich schon auf. Dabei haben das Velofahren und das Joggen aber Priorität. Natürlich auch, weil ich zum Schweizer National-Kader im Duathlon gehöre».


Zahlreiche Profis am Start
Der für den Zürcher Verein Trainings-Gemeinschaft Hütten startende Wahl-Thurgauer Richard Lustenberger hat bei der Challenge Peguera Mallorca, einem der beliebtesten Triathlon-Rennen im Mittelmeerraum, überzeugt. Die Veranstaltung auf der Baleareninsel zieht jährlich internationale Profis und ambitionierte Age-Grouper an, die sich über die Halbdistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) messen.
Der Wettkampf begann für Lustenberger mit einem intensiven Schwimm-Massenstart im Meer, «der zu einem wahren Gerangel um die besten Positionen führte. Trotz des hektischen Starts konnte ich mich behaupten und solide ins Rennen finden».


Über 60 Plätze gut gemacht
Auf der Radstrecke spielte der Frauenfelder seine Stärke voll aus: «Ich nutzte die anspruchsvolle, wellige Strecke durch das mallorquinische Hinterland, um über 60 Plätze im Gesamtklassement gutzumachen». Seine kontrollierte, aber kraftvolle Fahrweise, brachte ihn in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den abschliessenden Lauf.


Magenprobleme im Griff
Beim Halbmarathon entlang der Strandpromenade von Peguera ging der 27-Jährige das Rennen kontrolliert an, um seine Magenprobleme in den Griff zu bekommen: «Es war eine kluge Entscheidung, die sich auszahlte. Ich konnte das Rennen ohne Gehpausen durchziehen und damit eine persönliche Zielsetzung gut erfüllen».


Vielleicht am Frauenfelder
Im stark besetzten internationalen Feld erzielte Richard Lustenberger den 42. Rang Overall (inklusive Profis) und den 6. Platz in seiner Kategorie. Ein herausragendes Resultat und ein Beweis für seine konsequente Vorbereitung und mentale Stärke. Es gelang aber ein Exploit.
Eigentlich ist die Saison jetzt abgeschlossen, doch er hält fest: «Vielleicht absolviere ich am 18. November noch den Frauenfelder Marathon. Oder zumindest den Halbmarathon. Aber ich sage ganz bewusst, vielleicht».


In Weinfelden ganz vorne
Übrigens: Lustenberger hatte Mitte September den neu lancierten Wyfelder Xathlon gewonnen. Dieser Anlass im Mittelthurgau unterscheidet sich damit, dass das Radsegment komplett auf Kiesstrassen und Feldwegen («Ich bin daher mit einem Gravel-Bike gefahren») nicht mit dem Rennvelo absolviert wird – eine echte Herausforderung. Offensichtlich nicht für Lustenberger.


Text: Ruedi Stettler
Bild: zvg