Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 12.11.2025

Ein Boxautomat mit richtigen Resultaten

Preisverleihung durch die Emil-Halter-Stiftung in Frauenfeld

Am vergangenen Freitag erhielten drei Gruppen mit den besten interdisziplinären Projektarbeiten (IDPA) den Preis für Jugendförderung der Emil-Halter-Stiftung. Im Bildungszentrum für Technik in Frauenfeld versammelten sich auch die Schüler, mit bevorstehender IDPA in der Aula.

 

 

Die erste Gruppe der Preisgewinner der Emil-Halter-Stiftung, bestehend aus Till Albrecht, Leonie Fink und Yasmin Santos Fehr, erarbeitete eine Luftqualitätsstation für 3D-Drucker-Gehäuse.
Die Gruppe entwickelte ein Sensorsystem, welches Schadstoffe im 3-D-Drucker-Gehäuse erfasst und die Nutzer davor warnt. Ein solches Produkt gibt es noch nicht auf dem Markt. Ihre Arbeit lieferte wichtige Ergebnisse für die Entwicklung von Überwachungssystemen für 3-D-Druckern. Mit der Präsentation eines Boxautomaten ging es weiter. Silvan Geser, Mervin Hoffmann und Romeo Rutishauser entwickelten einen eigenen Boxautomaten, ähnlich wie diejenigen auf dem Jahrmarkt. Das Ziel der Arbeit war es, ein Produkt herzustellen, welches exakte Ergebnisse liefert. «Wir wollten richtige Resultate erhalten, wie stark jemand zuschlägt», erklärte Silvan Geser. Als Tipp für die kommenden Arbeiten der Schüler sagte er: «Steckt mehr Zeit ins Finden eines Themas.» Die dritte und letzte Arbeit handelte von einem optimierten Futterplan für einen Milchviehbetrieb. Thierry Dörig, Nicola Halter und Joanna Rüegg arbeiteten gemeinsam an diesem Projekt. Sie setzten sich das Ziel, den Futterplan eines Betriebes zu verbessern, um somit auch die Milchleistung und Fruchtbarkeit der Kühe zu optimieren. Insgesamt erarbeitete die Gruppe durch ihre Analyse einen Mehrwert von 81’000 Franken. Schliesslich überreichte Armin Jossi, Vizepräsident in Frauenfeld der Emil-Halter-Stiftung, die Preise an die Gruppen.


Einführung in Projektarbeiten
Begrüsst wurden die Schüler von Manfred Hollenstein, dem Prorektor des Bildungszentrums für Technik in Frauenfeld. Weiter ging es für die jüngeren Schüler mit wichtigen Informationen für ihre zukünftige Interdisziplinäre Projektarbeit durch Sarah Spiess, Fachverantwortliche für Mathematik und Physik. Das Ziel der Arbeit sei ein Produkt herzustellen mit eigenen Berechnungen. «Das Wichtigste ist die Eigenleistung», erklärte Spiess. Interdisziplinär bedeute, dass zwei Fächer für die Arbeit kombiniert werden müssen. Einige Schüler haben als Pflichtfach Physik, die Anderen Biologie. Mit welchem zweiten Fach sie ihre Arbeit ergänzen, sei ihnen überlassen. In zweier bis dreier Gruppen können sie ihre Arbeit absolvieren. 


Schweizer Jugend forscht
Anschliessend wurde von Peter Thalmann, stellvertretender Ambassador von «Schweizer Jugend forscht (SJf) die Stiftung SJf vorgestellt. «Schweizer Jugend forscht» bietet einen nationalen Wettbewerb, bei dem Schüler ihre Projektarbeiten einreichen können. Sie erhalten die Chance, im Finale ihre Arbeiten vor Experten zu präsentieren und einen Preis zu gewinnen. 2025 gehörte Timothy Richard Schmid mit seiner Arbeit «Die Richtung der Dichtung» zu den Preisträgern. 


Text und Bild: Emma Ramsauer