Frauenfeld · 12.11.2025
Frauenfelder wohl mit einem neuen Rekord
Wie immer am dritten Sonntag im November wird Frauenfeld zum Lauf-Hotspot. Es darf wieder mit einer sehr hohen Teilnehmerzahl gerechnet werden.

Der 89. Frauenfelder mit 42,2 Kilometern Länge und 600 Metern Höhenunterschied gilt – trotz der schwindenden Zahl - nach wie vor als König der Waffenläufe. Er findet heuer am 16. November statt. Zusammen mit dem Marathon, dem Juniorenlauf und dem Halbmarathon zählt er somit zu den bedeutendsten Laufsportanlässen der Schweiz.
Waffenlauf-Start um 10 Uhr
Der Waffenlauf wird wie immer um 10 Uhr auf dem Marktplatz mit einem Kanonenschuss gestartet. Die Teilnehmer absolvieren die Strecke nach Wil und wieder zurück im Tarnanzug 90 und mit Packung auf mehrheitlich hartem Belag. Den grössten Teil der Höhendifferenz müssen die Unentwegten gleich im ersten Teil hinauf nach Huben absolvieren. Um 10:30 Uhr machen sich am selben Ort auch die Zivilen auf den Weg.
Halbmarathon äusserst beliebt
Der mittlerweile unheimlich beliebte Halbmarathon (bereits 1395 Anmeldungen) erfolgt mit Blockstarts ab 12:30, 12:32 und 12:34 an der Kirchgasse in Wil. Der Zieleinlauf für alle Mitmachenden befindet sich auch diesmal nicht mehr auf dem Mätteli bei der Stadt-Kaserne, sondern auf der Anlage der Kantonsschule Frauenfeld. Der Einlaufschluss ist auf 16:30 Uhr festgelegt.
Dannzumal muss auch der Churer Ruedi Frehner im Ziel sein, der die anspruchsvolle Strecke absolviert, um für krebskranke Kinder einen Geldbetrag zu generieren. Je nach Tageswetter könnte es heuer durchaus einen neuen Teilnehmer-Rekord absetzen. «Wir sind organisatorisch darauf vorbereitet und werden den Zielraum grosszügiger gestalten, so dass die Ankommenden genügend Platz vorfinden», kann OK-Mitglied Ernst Huber vermelden. OK-Präsident Andreas Wanner ergänzt: «Die relativ engen Platzverhältnisse in den Räumen der Sportanlage Kantonsschule Frauenfeld waren nicht ideal. Wir suchen jedes Jahr nach Optimierungen». Neben den Siegerehrungen wird nun auch die Abgabe der Finisher-Preise im Freien abgehalten.
Eindrückliche Zahlen
Huber hat im Archiv nachgeschaut und entdeckt, «dass der 83-jährige Hanspeter Eigenmann heuer seinen 30. Frauenfelder absolviert». Wie alle anderen Teilnehmer darf er auf der Strecke von 10 Verpflegungsposten profitieren und muss hoffentlich keinen der 13 Sanitätsposten aufsuchen.
Das sind Hubers eindrückliche Starter-Zahlen wenige Tage vor dem Anlass: «121 Waffenläufer plus 19 wohl ausschliesslich Deutsche Gäste in ihren eigenen Uniformen, 253 Marathon, 1395 Halbmarathon, 145 Juniorenlauf». Es ist also alles angerichtet für ein weiteres Laufsport-Fest in der Thurgauer Kantonshauptstadt.
Text und Bild: Ruedi Stettler