Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 27.11.2025

Grosses Interesse bei den Besuchern am Tag für das Herz

Spitex Region Frauenfeld, Tag der offenen Tür

Die Spitex Region Frauenfeld hat zu einem Tag der offenen Tür mit Schwerpunkt Herzgesundheit eingeladen. Der Andrang zeigte, wie sehr das Thema die Menschen bewegt. Die Geschäftsleitung informierte stolz über Dienstleistungen und Räumlichkeiten.

 

 

Schon von weitem sind Stimmen des Publikums zu hören, welches sich interessiert in den Räumen der Spitex Frauenfeld aufhielt. Freundlich war der Empfang am Tag der offenen Tür. Fast beruhigend war das gedämpfte Piepen mobiler Diagnostikgeräte.


Ein Blick ins Innere der Prävention
Im hellen Beratungsraum richteten Pflegefachfrauen eine Blutdruckmanschette. Eine Seniorin sass aufrecht und sagte: «Ich mache das immer bei meinem Hausarzt.» Heute beobachtete sie, was die Spitex alles kann. In wenigen Minuten erhielt sie eine kurze Einschätzung zu Blutdruck und Puls. Es war eine verständliche Erklärung, warum beides wichtig ist. Ein Gesundheitscheck war ebenfalls mit einer Messung beim Cholesterin möglich.
In einem anderen Bereich hat ein Team zur virtuellen Herzreise mit der VR-Brille eingeladen. Am Modellherzen waren zudem zu erfahren, wie Ablagerungen entstehen und warum es viel Bewegung braucht. Wer die richtige Antwort beim Wettbewerb ausfüllte, erfuhr, dass 300 Minuten Bewegung pro Tag empfohlen sind. Besonders eindrücklich wurde aufgezeigt, wie sich verengte Gefässe auf die Durchblutung auswirken können. «Herzgesundheit wird oft unterschätzt», sagte Pflegeleiterin Cristina Keller. «Wir möchten Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass Prävention im Alltag beginnt.» Zudem planen Keller und ihre neuen Geschäftsleitungsmitglieder, in Zukunft mehr öffentliche Anlässe zu unterschiedlichen Themen anzubieten. Die Spitex unterstützt ebenso die ambulante psychiatrische Pflege für Menschen bei psychischen Krisen und psychiatrischen Erkrankungen.


Technik zum Anfassen
Grosses Interesse galt auch den mobilen Geräten, mit denen die Spitex in ihrem täglichen Einsatz arbeitet. Die Besucher erhielten Einblicke und rasch war klar, dass bei gesundheitlichen Störungen nicht immer gleich ein Spitaleintritt folgt. Besucher nickten sich zu: «Mit Diagnostik ist zu Hause viel möglich.»


Herzgesund kochen
Und dann war da noch die mediterrane Küche für das Herz. Eine Ernährungsberaterin lud zu Häppchen ein. Gesunde Ernährung ist unkompliziert. Kostproben aus Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchten und Rüeblitorte ohne Mehl standen bereit. Die Besucher kosteten Ingwer- und Himbeershots. «Schmeckt lecker», sagte eine Besucherin und griff nach einem Apfel.


Bewegung für jedes Alter
Zwischen den Aktivitäten gefiel die positive Atmosphäre. Mitarbeiterinnen und Besucher führten persönliche Gespräche, erzählten von Angehörigen, von Krankheiten und Hoffnungen. 120 Mitarbeitende stehen täglich im Einsatz der Spitex-Organisation mit Leistungsauftrag der Gemeinden Frauenfeld, Gachnang, Herdern, Hüttwilen, Neunforn, Uesslingen-Buch und Warth-Weiningen.
«Herzgesundheit ist nicht nur medizinisch», betont Spitex-Geschäftsführerin Judith Schürmeyer. Sie leitete Fachvorträge für die Mitglieder über «Herzgesundheit im Alter – Prävention und Lebensstil» und «Notfall Herz – richtig reagieren». Die Vorträge waren in Windeseile ausgebucht. Die Besucher waren sich 
einig, dass Herzgesundheit Lebensqualität ist und genau dafür steht die Spitex ein.
Der Tag der offenen Tür zeigte eindrucksvoll, dass die Spitex Region Frauenfeld kompetent organisiert ist.  Am Ende des Tages deckten sich Besucher mit Informationsbroschüren und neuen Erkenntnissen ein. Auch mit einem Gefühl, dass Prävention realistisch beginnt, begleitet von Fachpersonen, die sich mit Herz für Menschen einsetzen.  


Text und Bild: Manuela Olgiati