Frauenfeld · 07.01.2026
Umweltverschmutzung: was vom Feuerwerk übrig bleibt

Unser Leser Walter Rupp schickte uns die folgenden Bilder, die er am Neujahrstag aufgenommen hatte. Jedes Jahr das Gleiche: Hinterlassenschaften und Dreckhaufen nach der Knallerei. Davor: Diskussion, ob nicht ein Feuerwerksverbot sinnvoll wäre an Silvester, auch wegen der Tiere, die unter dem Lärm leiden. Jedes Jahr die gleichen Diskussionen. Und diejenigen, die den Abfall entsorgen, sind hier nicht die Leute, die diesen verursacht haben, sondern das Personal des Werkhofs. «Für mich ist es nicht tolerierbar, da die Hinterlassenschaften auf Kosten der Steuerzahler entsorgt werden müssen.» Noch bedenklicher allerdings sind die Überreste, die irgendwo in Wiesen, Kulturlandschaften, Gebüschen und Wäldern herumliegen, findet Walter Rupp. Nicht nur der Abfall belastet die Umwelt, auch der Feinstaub, den die Feuerwerkskörper verursachen. So heisst es vom Bundesamt für Polizei fedpol, dass zwischen 1000 und 2000 Tonnen Feuerwerkskörper jährlich in der Schweiz verbraucht werden. Ein Viertel davon machen die pyrotechnischen Feuerwerkssätze aus, der Rest ist Verpackung aus Holz, Karton, Kunststoffen oder Ton. Die Feuerwerkssätze bestehen neben Schwarzpulver auch aus farbgebenden Metallverbindungen. Beim Abbrennen entstehen daraus etwa 200 bis 400 Tonnen Feinstaub pro Jahr, heisst es auf der Webseite des Bundesamts für Umwelt. Der Feinstaub gelangt als Niederschlag in die Erde und die Gewässer. Je weniger Feuerwerk abgebrannt wird, umso geringer die Umweltbelastung, so das Fazit der Umweltbehörde.
Text und Bild: Elke Reinauer