Frauenfeld · 07.01.2026
Virtuose Klänge in der Kirche
Frauenfelder Abendmusiken, Neujahrskonzert «All’Italiana»
Am 1. Januar haben die Frauenfelder Abendmusiken zum traditionellen Neujahrskonzert in die evangelische Stadtkirche eingeladen. Noch weihnachtlich geschmückt, bot diese die festliche Kulisse für das Programm «All’Italiana» mit viel Publikum.

Mit einem temperamentvollen Start ins neue Jahr lockte die Konzertreihe der Frauenfelder Abendmusiken ein fasziniertes Publikum in die evangelische Stadtkirche zu einem musikalischen Abend unter dem Titel «All’Italiana». Unter der souveränen Leitung des Dirigenten Reto Schärli zeigte das ad-hoc-Orchester Arco volante gemeinsam mit dem Organisten Christoph Lowis ein vielseitiges Programm, das die italienische Klangtradition feierte und zugleich mit nuancierten Klangfarben überraschte.
Die melancholisch-beschwingte, lebhafte Musik erfüllte die Kirche und zog alle Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann. Die Musikerinnen und Musiker präsentierten dabei unerwartete Seiten der klassischen Komponisten. Im Zentrum des Konzertes standen Meisterwerke der italienischen Orchester- und Orgelmusik. Giacomo Puccinis – «Crisantemi» SC 65 als eine zarte, melancholisch-schwelgende Komposition, begeisterte das grosse Publikum mit ihrer poetischen Ausdruckskraft. Im zweiten Konzertteil intonierte das Orchester Alfredo Casella – «Concerto romano» op. 43 als ein kraftvolles Werk voller rhythmischer Energie und mediterraner Farben. Und im dritten Teil, erfreute die Musik von Marco Enrico Bossi – «Intermezzi Goldoniani» op. 127, welche mit Eleganz und tänzerischer Leichtigkeit das Thema italienischer Klangkunst mit zeitgenössischem Esprit verband.
Zum Abschluss erhoben sich die Gäste von ihren Plätzen und spendeten grossen Applaus. Diese musikalische Feierstunde bot den Zuhörerinnen und Zuhörern eine festliche Kombination aus klassischer Tradition und lebendiger Interpretation, geformt als ein stimmungsvoller Auftakt zum neuen Jahr, der die Vielfalt und Grazie der italienischen Musikkultur würdigte.
Text und Bild: Manuela Olgiati