Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 21.01.2026

Mit Herz und Einsatz fürs Langdorf

Quartierverein Langdorf, Mitgliederversammlung

Der Frauenfelder Quartierverein Langdorf lud am Samstagabend zur 106. ordentlichen Mitgliederversammlung ein. Auf zwei Rücktritte folgten die Wahlen von den bisherigen und drei neuen Vorstandsmitgliedern.

 

 

104 Mitglieder und viele Gäste waren zur 106. ordentlichen Mitgliederversammlung in die Langdorfer Turnhalle gekommen. Traktandiert waren die ordentlichen Geschäfte des Quartiervereins Langdorf. Das Verkehrskonzept Frauenfeld Ost war nicht traktandiert. Gespräche zur Planauflage des Verkehrskonzepts liefen bilateral an den Tischen der Langdorferinnen und Langdorfer. Ein Mann bemerkte, dass die Mitgliederversammlung des Quartiervereins Langdorf, kein politischer Anlass war. Die Planauflage des Verkehrskonzetes liegt seit Freitag und noch bis 16. Februar öffentlich auf.


Fragen  im Konzept
Elisa Regli, Vorstandsmitglied vom Quartierverein Kurzdorf, meint, dass das grosse Bauvorhaben im Osten nicht alle Frauenfelder betreffe. Regli sagt: «In unserem Quartier sind wir froh, dass die Schaffhauserstrasse nach so langer Zeit der Sanierung wieder befahrbar ist.» Das Verkehrskonzept Ost kritisiert Anwohnerin Maja Goldinger: «Ich finde es für unsere Stadt ein überdimensioniertes Projekt.» Dass die Werkleitungen sanierungsbedürftig sind, sei schier unvorstellbar, sagte sie. Zudem beobachtete sie, dass der Verkehr rolle und die Kreisel weiterhin ihre Zwecke erfüllen. Sie überlege sich, mit weiteren Grundeigentümern mit Einsprachen vorzugehen. Ein weiterer Teilnehmer sprach von Abgasen beim Stau am Kreisel, welche schädlich für die Luft seien. Lichtsignale wären effizienter. Dennoch kommt das Enteignungsrecht, das der Regierungsrat bewilligte, im Langdorf nicht gut an. Unternehmer Sandro Erné sagte: «Wir waren vonseiten Kanton kaum informiert und das ist schade.» Ein weiterer Unternehmer wollte sich nicht öffentlich äussern. Der Langdorfer Albert Bargetzi diskutierte mit Tischnachbarn die Einsprachefrist. Auch Bargetzi bemängelte eine fehlende Kommunikation der Behörden. «So geht das nicht.» Ein Betroffener nickte und sagte, dass er sich bereits mit weiteren Grundeigentümern austauschte. Roland Wyss, EVP-Gemeinderat Frauenfeld und Vorstandsmitglied des Wohnheim Adler sagte: «Ich kritisiere nicht das Verkehrskonzept an sich. Kritikpunkt ist die fehlende Kommunikation des Kantons mit den Grundeigentümern.» Betroffen sei der Standort des Wohnheims. Wyss sagte: «Es fanden keine Gespräche statt.» Gemäss Wyss war vor eineinhalb Jahren eine Begehung. Wyss ergänzte: «Seither habe ich nichts mehr gehört und plötzlich sind die Pläne öffentlich aufgelegt.» Wyss will die Zeit nutzen und die Rechtslage und das weitere Vorgehen absprechen.


Beliebte Anlässe
Zurück zu den traktandierten Geschäften: Robin Goldinger präsentierte eine schwarze Null in der Rechnung 2025. Die Veranstaltungen sind das Highlight im Quartier. Was den Verein ausmacht, ist die Gemeinschaft. Der Präsident hielt in seinem Jahresbericht Rückschau. Gut besucht war der Langdorfer Montag «spezial» in den Sommerferien. Gross die Beteiligung auch am «Lichterbaum» zum 1. Advent mit 48 Teilnehmenden.
Der Verein hält wiederum ein attraktives Jahresprogramm für die Mitglieder bereit. Der Langdorfer Montag ist fest im Programm, am 27. April steht ein Besuch bei der Glatz AG im Terminkalender. Der Tagesausflug im Juli führt in die Kartause Ittingen. Am 26. September steht «Kunst & Wein» am Iselisberg bevor. Und klar finden im November wieder Lichterumzug und Adventsapéro statt.


Wahlen im Vorstand
Manuela Sartori und Raphael Karrer sind zurückgetreten. Drei neue Mitglieder wurden mit klaren Resultaten gewählt. Es sind dies Ursula Koppensteiner, Werner Koppensteiner und Moritz Hohl, letzterer konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein. Wieder gewählt wurden Präsident Robin Goldinger, Ferdy Meili und Livia Sonderegger. Wie der Präsident erklärte, will man bis Ende Jahr, die externe Buchhaltung wieder intern führen. Goldinger sagte auch: «Die Aufgaben im Vorstand sind mehr geworden. Deshalb wäre es schön, wenn wir noch ein weiteres Mitglied finden.»


Casino und Brandschutz
Im Grusswort des Stadtrates dankte Stefan Leuthold dem Quartierverein Langdorf für das Engagement. Prioritäten setzt der Stadtrat bei der dringenden Sanierung des Casinos, welche im Juni zur Abstimmung gelangt.
Leuthold nannte die Auflagen im Brandschutz nach dem verheerenden Vorfall in Crans-Montana. Der Vorsteher vom Departement Thurplus, Freizeit und Sportanlagen spricht von Solarenergie und Fernwärme im Westen Frauenfelds, auch vom besseren Ergebnis der Abrechnung der Schlossbadi. Schliesslich hielt Chronist, Michael Lerch Rückschau auf das Jahr 2015, man erinnere sich zum Beispiel an eine angedachte Diskussion um eine «Bahnhaltestelle im Langdorf». Gründe dafür waren die Auflagen bei der Haltestelle Hüttlingen-Mettendorf. Lerch sagte: «Wie Sie wissen, existiert eine Bahnhaltestelle im Langdorf nicht.»
Begeistert aufgenommen war anschliessend an die Versammlung die unterhaltsame Show mit Bauchredner Marco Knittel.


Text und Bild: Manuela Olgiati