Frauenfeld · 21.01.2026
Znüni gepackt, Tasche geschultert und los geht’s
Ausstellung Kindergarten- und Schuleintritt, Frauenfeld
Grosse Infotafeln schmückten die Konvikt-Halle an der Promenadenstrasse. Über den Kindergarten- bis zum Schuleintritt erfuhren Eltern am vergangenen Mittwoch bis Samstag vieles. Die Kinder vergnügten sich währenddessen an den Mitmachstationen.

Freundlich begrüssten die Lehrpersonen die zahlreichen Besucher, hauptsächlich Familien. Im Fokus der Ausstellung standen der Kindergarten- und Schuleintritt der Kinder. Organisiert wurde der Anlass von der Primarschulgemeinde Frauenfeld. Mit vielen Fragen konnten die Eltern auf die Pädagogen zugehen und Informationen sammeln.
Einstieg in den Kindergarten
Viele Eltern fragen sich, ob ihr Kind schon bereit für den Kindergarten ist. Kindergärtnerin Gaby Zollinger nennt zwei wichtige Kriterien: Das Kind sollte sich ein paar Stunden von den Eltern trennen und sich selbstständig anziehen können. Im Kindergarten verbringen die Kids mehrere Stunden und kommen in einen täglichen Ablauf. Sie sind dazu in einem sozialen Setting, an welches sich einige erst gewöhnen müssen.
«Für die Kinder ist es herausfordernd, so viel Zeit in einer grossen Gruppe zu verbringen», sagte Zollinger. «Anfangs sind die Kinder sehr müde», fügte die Kindergärtnerin an. Dazu komme das Loslösen vom Elternhaus, was vielen Mühe bereitet.
Herausforderungen in Schule
Der Übergang in die Primarschule sei noch mal anders. «Die Kinder kommen in eine andere Umgebung und müssen vom Spielerischen ein wenig wegkommen», sagte Primarlehrer Silvan Stuber. In der Primarschule beginnen die Kinder, sich mit Bereichen wie Mathematik oder Deutsch zu beschäftigen. «Das Spielen bleibt für die Kinder trotzdem wichtig», fügte er an. «Einige Eltern denken, wenn ihre Kinder in die Schule kommen, müssen sie schon alles können», sagte Stuber. Dies sei aber nicht der Fall. Lesen oder auch Rechnen lernen die Kleinen mit der Zeit. Ähnlich wie im Kindergarten sind sie durch den Einstieg in die Primarschule anfangs sehr erschöpft. «Sie müssen sich an die Hausaufgaben und die Leistungsanforderungen erst gewöhnen», ergänzte Stuber. Familien konnten sich ausserdem über die schulische Heilpädagogik informieren. Die Lehrperson für schulische Heilpädagogik ist im Unterricht der Primarschulklassen anwesend. Sie fördert einige Kinder oder Klassen im Bereich Motorik, Wahrnehmung oder sprachliche Fähigkeiten. Am Ende des Nachmittags waren die Fragen beantwortet - und viele Sorgen genommen.
Text und Bild: Emma Ramsauer