Frauenfeld · 11.02.2026
Vogels Traum ging in Erfüllung
Nachdem Alex Vogel in Konya bereits EM-Silber mit dem Bahnrad-Vierer gewonnen hatte, brillierte der Wittenwiler im Scratch und eroberte sogar Gold. Es handelt sich um den ersten EM-Triumph für die Schweiz seit zehn Jahren.

Im 10 Kilometer langen Scratch fuhren die 22 Bahnfahrer in der Türkei extrem schnell. Mit einem Stundenmittel von 60,4 Km/h wurden die vierzig Runden bewältigt. Dem 26-jährigen Alex Vogel (Bild) gelang auf der 250 Meter langen Bahn in der ersten Hälfte des Rennens ein Rundengewinn. Seinem stärksten Konkurrenten Ilya Savekin war das schon vorher gelungen. Im Schlusssprint konnte sich der Wittenwiler gegen den Russen durchsetzen und wurde erstmals Europameister.
Der Thurgauer gehört im Scratch seit geraumer Zeit zur Elite in Europa. Vor drei Jahren an den Weltmeisterschaften in Schottland sah er lange Zeit wie der sichere Sieger aus, wurde jedoch kurz vor dem Ziel noch eingeholt. Nach seinem Triumpf in Konya meinte er: «Ich habe immer davon geträumt, dieses Trikot zu tragen. Nun ist dieser Traum wahr geworden».
Im wirklich hochklassig besetzten Omnium fuhr Vogel auf den siebten Rang und liess so einige renommierte Fahrer hinter sich.
Gold und auch noch Silber
Im Final der Mannschafts-Verfolgung gaben sich Alex Vogel, Noah Bögli, Luca Bühlmann und Mats Poot nur dem Team aus Dänemark geschlagen. Damit gewannen die vier Schweizer die Silbermedaille.
Das Meisterstück hatte das Quartett bereits in der Hauptrunde abgeliefert. Gegen die höher eingestuften Briten blieben sie siegreich. Vogel und seine drei Kollegen legten die 4000 Meter in 3:44,754 Minuten zurück. Damit stellten sie einen neuen Landesrekord auf, welchen sie um 1,9 Sekunden verbesserten.
Text und Bild: rs/up