Frauenfeld · 11.02.2026
Matzingens erfolgreiche TopShop-Geschichte
25. Jahre TopShop: Als am 9. Februar 2001 der TopShop in Matzingen eröffnete, war hier noch alles Wiese. «Wir hatten ursprünglich einen Standort in Wängi geprüft, aber durch eine Einsprache kam es nicht zustande», erinnert sich Karl Scheck, der von 1981 bis 2017 als Geschäftsführer tätig war und die Gründung des TopShop Matzingen mitinitierte. «Letztendlich ein Glücksfall für uns.»

Die Idee für den Bau reicht bis ins Jahr 1994 zurück, als erstmals der Gedanke entstand, in Wängi eine Tankstelle zu realisieren. Im April 1997 diskutierte der Verwaltungsrat im Rahmen eines Seminars die strategische Weiterentwicklung der damaligen Landi Wängi. Der Entscheid fiel, einen Standort in der Nähe des Autobahnanschlusses Wängi-Matzingen zu prüfen. Als sich 1999 die Möglichkeit eines Landerwerbs in der Industriezone ergab, griff man zu: 700 000 Franken für das Land, 2,3 Millionen für den Bau.
Die Nähe zur Autobahn bot ideale Voraussetzungen für hohe Kundenfrequenz, ein zentraler Faktor für Tankstelle und Shop.
Der Baustart im Jahr 2000 brachte Herausforderungen mit sich. Die Wetterbedingungen im Winter erschwerten die Arbeiten, und der Kreditantrag an der Generalversammlung war für die Genossenschafter ein grosser «Hosenlupf». Auch das Verkehrskonzept für die Einspurstrecke musste mit dem Kanton in mehreren Sitzungen detailliert ausgearbeitet werden.
Angebot stetig erweitert
Manuela Aeberhard, heute Regionalleiterin Ostschweiz, war von der ersten Stunde an mit dabei. «Es war spannend, den Laden zu entwickeln», sagt sie rückblickend. Sie kam von einem kleinen Volg-Laden. «Im TopShop war das Tempo dann deutlich schneller als im Volg-Laden.» Das Angebot habe man stetig weiterentwickelt, sagt Alice Brüschweiler, Geschäftsführerin Landi. «Im Bereich Mobilität bieten wir heute alles an – vom hydrierten Pflanzenöl bis zu E-Ladesäulen.» Ein Highlight war 2014 der Pommes-Automat, an den sich Karl Scheck schmunzelnd erinnert. Dieser hatte einen richtigen Hype ausgelöst, leider ging die Firma später Konkurs. 2017/2018 wurde der Shop umgebaut, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Vier Jahre nach dem TopShop, im Jahr 2005, kam der Landi Laden am Standort dazu.Damit entwickelte sich Matzingen zu einem umfassenden Versorgungszentrum für die Region. Heute gehört der Standort zu einem Netzwerk von 120 TopShops schweizweit, die alle das gleiche Sortiment führen, ergänzt durch regionale Produkte. Viele Kunden schätzen besonders die langen Öffnungszeiten: Wenn andere Geschäfte bereits geschlossen haben, kann man hier noch schnell etwas einkaufen.
In den letzten Jahren wurde kontinuierlich in neue Energien investiert. Photovoltaikanlagen und Elektroladestationen gehören heute zum Standard. Seit Juli 2025 bietet die AGROLA-Tankstelle in Sirnach HVO an, seit kurzem auch in Matzingen. HVO steht für «Hydrotreated Vegetable Oil» (hydriertes Pflanzenöl) und ist ein organischer Dieselkraftstoff aus Rest- und Abfallstoffen. Im Vergleich zu fossilem Diesel ist HVO eine CO2-reduzierte Alternative und setzt neue Massstäbe in Sachen Umweltverträglichkeit.
Zum 25. Jubiläum gibt es verschiedene Angebote für die Kundschaft, von Rabatten für die Waschkarte bis zum Gratis-Kaffee. 10 bis 12 Mitarbeiter sorgen dafür, dass der TopShop in Matzingen läuft.
Text und Bild: Elke Reinauer