Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 25.02.2026

Nächste Phase nach Förderzusage des Kantons Thurgau

Kloster Fischingen, Zukunft 2030

Katrin Schauberger, die Präsidentin des Vereins Kloster Fischingen, informierte über diese erfreuliche Zusage des Regierungsrats. Die Fördervereinbarung mit dem Kanton Thurgau konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Damit ist der Weg geebnet, das Projekt «Zukunft Kloster Fischingen» definitiv zu starten und in die nächste Phase zu führen. 

 

 

Der Verein Kloster Fischingen wurde 1879 gegründet und ist seitdem Besitzer des Klosters. Die Katholische Kirche mit der Iddakappelle gehören der Katholischen Kirchgemeinde. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, verfolgt der Verein Kloster Fischingen drei Vereinszwecke: erstens den Erhalt der Klosteranlage, zweitens der Benediktinergemeinschaft eine Heimat zu bieten. Als dritter Punkt wird das Führen von Betrieben, welche die Klosterliegenschaften sinnvoll beleben und einen Beitrag an den Erhalt des Klosters leisten, genannt. Benjamin Gsell steht dem Kloster Fischingen als Geschäftsführer vor.


Zukunft Kloster Fischingen 2030
Am 18. Juni 2023 hat die Bevölkerung des Kantons Thurgau das Thurgauer Chancenpaket gutgeheissen. Dieses Paket umfasst 127 Millionen Franken aus dem Erlös des Verkaufs der TKB-Partizipationsscheine und unterstützt 20 zukunftsweisende Projekte in den Bereichen Bildung, Energie, Kultur und Tourismus. Eines dieser Projekte ist das Vorhaben «Zukunft Kloster Fischingen». Die im Rahmen des Chancenpakets zugesagte finanzielle Unterstützung von 20 Millionen Franken wird dem Kloster Fischingen mit dem Auftrag zugesichert, dieses Baudenkmal zu erhalten, dessen Ausstrahlung und Attraktivität zu erhöhen und die Eigenwirtschaftlichkeit der Klosteranlage nachhaltig zu verbessern. 
Der Vorstand des Vereins Kloster Fischingen und die Steuerungsgruppe haben in zahlreichen Sitzungen die Strategie, Vision und die konkrete bauliche sowie wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts diskutiert, geschärft und ausformuliert. Am 30. Oktober wurden beim Förderverein Projekte für den Thurgau die bauliche Machbarkeitsstudie und der Businessplan eingereicht. Mit dem Schreiben vom 2. Dezember bestätigte der Regierungsrat die Genehmigung der Fördervereinbarung und die Auszahlung einer ersten Tranche. Dieser Meilenstein ist ein starkes Zeichen für die Zukunft des Klosters.


So geht es weiter
Der Abschluss der Fördervereinbarung ermöglicht die konkrete Realisierung der nächsten Teilprojekte. Die Auszahlung weiterer Tranchen erfolgt nach Abschluss der jeweiligen Planungsschritte eines Teilprojekts und Erfüllung aller Auszahlungsbedingungen. In der nächsten Phase werden die Voraussetzungen und Schärfungen für den Studienauftrag erarbeitet. Ziel des Studienauftrags ist es, Lösungsansätze für die zukünftige Entwicklung der Klosteranlage sowie deren bauliche Umsetzung zu erarbeiten. In Abstimmung mit der Denkmalpflege, den Betrieben und Partnern gilt es, die bestmögliche Lösung zu finden und zu einem konkreten Bauprojekt weiterzuentwickeln. 


Das neue Projektleitungsteam
Das Projekt wird künftig in einer
Co-Leitung durch Reto Müller und Nancy Flury geführt. Nancy Flury tritt ab April 2026 die Stelle an. Aktuell verantwortet Flury die Geschäftsführung des Hofs zu Wil und koordiniert dort Betrieb, Kommunikation und Administration. Reto Müller trat bereits am 8. Januar in das Projekt ein. Er ist Bauherrenberater mit umfassender Erfahrung in Bauwirtschaft, Denkmalpflege und interdisziplinären Projektaufgaben. Der Vereinsvorstand freut sich, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, wird regelmässig über die konkreten Schritte informieren.


Neugestaltung Restaurant
Zudem gestaltet das Kloster Fischingen sein Restaurant im Rahmen des Projekts umfassend neu und richtet es per Juni 2026 in Stil und Wertigkeit an den modernisierten Zimmern und Aufenthaltsräumen aus. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der gemütlich und zugleich zeitgemäss ist und sich harmonisch in die besondere Atmosphäre des Klosters einfügt. Die Neugestaltung soll wesentlich zur Belebung des Abendgeschäfts beitragen. Mit dem neuen Konzept spricht das Kloster bewusst Gäste aus der Region an und lädt dazu ein, das Restaurant auch unabhängig von Seminar- und Hotelaufenthalten zu besuchen.


Klosterladen
Mit dem neuen Klosterladen Fischingen entsteht per April 2026 eine kleine, feine Einkaufsmöglichkeit mit starkem Bezug zur Region und einem besonderen Mehrwert: Der Laden wird als Lernendenprojekt geführt. In Zusammenarbeit mit den Direktvermarktern des PRE Tannzapfenlands und anderen Produzenten bieten die Lernenden ausgewählte Lebensmittel und Non-Food-
Artikel direkt aus dem Kloster, dem Tannzapfenland und dem Kanton Thurgau an. Sie übernehmen Verantwortung im täglichen Betrieb und sammeln praxisnahe Erfahrungen in einem unternehmerischen Umfeld.
Das Sortiment steht für Qualität, Transparenz und kurze Transportwege. Der Klosterladen verbindet damit regionale Wortschöpfung mit konkreter Nachwuchsförderung und schafft einen zusätzlichen Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste.

Bericht: zvg/red
Bild: zvg