Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 25.02.2026

Optimismus trotz Herausforderungen

Generalversammlung des Industrie- und Handelsvereins (IHF) der Region Frauenfeld

Am Montagabend fanden sich die Mitgliedsfirmen und Gäste zur Generalversammlung des Industrie- und Handelsvereins der Region Frauenfeld (IHF) im Casino ein. Nach dem Rücktritt von Vorstandsmitglied Willi Studer standen Wiederwahlen an sowie ein Ausblick an Aktivitäten.

 

 

An der Generalversammlung (GV) des Industrie- und Handelsverein Frauenfeld (IHF) vom Montagabend versammelten sich die Mitglieder aus Wirtschaft, Gewerbe und Politik, um auf das vergangene Vereinsjahr zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Veranstaltung bot neben den traktandierten Geschäften ebenso Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussion aktueller wirtschaftlicher Themen und Entwicklungen. 56 Mitgliedsfirmen gehören dem Verein IHF an, 22 Mitgliedsfirmen nahmen an der GV teil.
IHF-Präsident Pablo Moirón führte  durch die Versammlung und blickte zurück, in seinen Worten «auf ein turbulentes und herausforderndes Jahr». Klar sind die Erfolgsgeschichten vergangener Veranstaltungen mit dem «Tag der Frauenfelder Wirtschaft» und den «Berufswahlparcours» nennenswert. Einen besorgten Blick warf der Präsident auf die Exportwirtschaft und die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. US-Zölle, Kriege, Handelshemmnisse und die Frankenstärke machten der Wirtschaft zu schaffen. «Sorge bereitet den Unternehmen nach wie vor fehlendes Fachpersonal», sagte Moirón. Er habe festgestellt, dass das Image der Wirtschaft etwas leide. Die Wirtschaft sei der Treiber des Wohlstands. Gemäss IHF-Präsident soll dieser Treiber wieder gestärkt werden. 


Netzwerk im September
Tägliche Entwicklungen beschäftigen.Die Frauenfelder Wirtschaft habe immer viel Engagement gezeigt. Pablo Moirón informierte dann über die neu gegründete Wirtschaftskommission. Mit dieser finden Diskussionen mit dem Stadtrat statt. «Wir wollen die Stadtengagiert mitprägen.» Frauenfeld soll an Stärke gewinnen. Ein bedeutender Netzwerkanlass steht bereits am Donnerstag, 3. September 2026 in Aussicht mit dem «Tag der Frauenfelder Wirtschaft».


Hohes Engagement
Erfreulich zeigt sich die Situation bei der Ausbildung von Lernenden dieser Branchen. Den dualen Bildungsweg unterstützt die IHF sehr. Um auch in Zukunft ausreichend Nachwuchskräfte zu erhalten, engagiert sich der IHF intensiv im Bereich Schule und Ausbildung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft ist das Schlüsselwort zum Erfolg. «So stehen der Berufswahlparcours, der Anlass Dialog Schule/Wirtschaft mit Information zur Berufsbildung und Schnupperangeboten weiterhin zur Auswahl», sagte Vorstandsmitglied Christoph Suter. Erwähnenswert noch eine enge Zusammenarbeit im Programm «LIFT» mit Oberstufen. Auch führt der IHF erfolgreich Show-Lehrstellenbewerbungs-Interviews durch. 


Rücktritt und Wiederwahlen
Der Verein IHF verabschiedete Willi Studer mit Dankesworten und einem Präsent aus dem Vorstand. Präsident Pablo Moirón und Vorstandsmitglied Andrej R. Fäsi-Jakovac wurden einstimmig und mit Applaus wiedergewählt. Die Rechnungsrevisoren Thomas Müller und Beat Guhl sind in ihren Ämtern bestätigt.
Über Rechnung 2025 und Budget 2026 informierte IHF-Vorstandsmitglied Daniel Jud. Mit einem Vermögen von 63 505.11 Franken kann der Verein zuversichtlich in die Zukunft schreiten. Der Jahresbeitrag beträgt wie bisher 250 Franken pro Firma und 80 Rappen pro Mitarbeiter. Alle Geschäfte hiessen die Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer gut.
Das Grusswort überbrachte Stadtpräsident Claudio Bernold. Alessandro Delprete, Senior Advisor des Chefunterhändlers Abteilung Europa, EDA, hielt ein Referat zum Thema Bilaterale III.


Text und Bild: Manuela Olgiati