Frauenfeld · 25.02.2026
Verunreinigung durch Wasser aus der Lauche
Gemeinde Stettfurt, Trinkwasser
Die Abklärungen der Politischen Gemeinde Stettfurt zur Ursache der Trinkwasserverunreinigung haben zu einem Ergebnis geführt. Das Bezugsverbot für einen Teil der Gemeinde bleibt einstweilen bestehen.

Eingangs der Medienkonferenz am Montagmorgen im Tscharnerhaus informierten Gemeindepräsident Markus Bürgi sowie Sandro Brandenberger, Leiter der Trink- und Badewasserkontrolle beim Kanton, über den Verlauf der Verunreinigung des Trinkwassers in der Gemeinde Stettfurt sowie die getätigten Abklärungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.
Rasch reagiert
Der Gemeinderat Stettfurt hatte am Dienstagmorgen vergangener Woche per sofort ein generelles Trinkverbot ausgesprochen, nachdem die mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt worden war. Um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, wurde der Bevölkerung Trinkwasser in Flaschen zur Verfügung gestellt, wofür Bezugszeiten festgelegt wurden. Bereits am Mittwochabend konnte in einem ersten Schritt das Bezugsverbot von Leitungswasser aufgrund der Resultate der Proben für die Hochzone wieder aufgehoben werden. Für die Dorfzone gilt nach wie vor ein Konsumverbot. In diesem Bereich wird regelmässig gespült und beprobt. Die Werte verbessern sich.
Herkunft unbekannt
Die Herkunft der Verunreinigung des Trinkwassers ist geklärt. Vertiefte Analysen des Kantonalen Labors haben ergeben, dass zu Beginn der vergangenen Woche im Leitungsnetz der Gemeinde eine grössere Menge Wasser aus der Lauche vorhanden war. Dieses Lauchewasser hat sich mit dem Trinkwasser vermischt und zur Verunreinigung geführt. Es steht fest, dass diese Menge an Wasser aus der Lauche durch einen Grossbetrieb, der Wasser aus der Lauche beziehen darf, in das Leitungsnetz der Gemeinde gelangt ist. Weil der Betrieb für Gemüsekulturen an Ort zur Reinigung der Aussenplätze und Maschinen Wasser aus der Lauche verwendet und Verbindungen zwischen Lauchewasser und Netzwasser im Betrieb möglich sind, kann die Verunreinigung nur dort passiert sein.
Leitungsnetz Betrieb
Gemäss Geschäftsführerin Michaela Lüthi liess man das Leitungsnetz sofort intern und durch einen externen Spezialisten prüfen. Auch die Gemeinde liess das Leitungsnetz des Betriebs durch Fachpersonen inspizieren. «Bei allen Kontrollen konnte keine direkte Handlung für die Verunreinigung festgestellt werden. Es ist für uns unklar, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte», sagt Michaela Lüthi weiter. «Auch wenn wir die konkrete Handlung nicht nennen können, möchten wir uns bei allen Einwohnern der Gemeinde Stettfurt von Herzen entschuldigen». Gleichzeitig ist man mit Hochdruck daran, eine mögliche konkrete Ursache herauszufinden. Als Sofortmassnahme wurde im Betrieb die Verwendung von Wasser aus der Lauche eingestellt. Die Gemeinde hat zudem den Einbau eines Systemtrenners angeordnet.
Dank für Unterstützung
Gemeindepräsident Markus Bürgi dankte abschliessend den Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung, den beteiligten Fachpersonen, dem Kantonalen Labor, den Wasserwarten der Gemeinde, dem Regionalen Führungsstab und den zahlreichen weiteren Helferinnen und Helfern für die Unterstützung in dieser ausserordentlichen Situation. Ein besonderer Dank geht an die Stettfurter Bevölkerung, welche die Anordnungen mitgetragen habe, teilte die Gemeinde Stettfurt mit.
Text: Redaktion
Bild: zvg