Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 25.02.2026

Europameister mitten im Olympia-Fanblock

Für den Eiskunstläufer Lukas Britschgi verliefen die Olympischen Spiele nicht ganz wunschgemäss, trotzdem ist er zufrieden. Als Präsidentin des Eissport Club Frauenfeld hat Isabelle Herzog in Mailand auf der Tribüne mitgefiebert.

 

 

Schon etwas unerwartet war an den Olympischen Winterspielen in Italien Platz 19 nach dem Kurzprogramm, doch dann kam die erhoffte Steigerung. Lukas Britschgi hat einmal mehr sein Kämpferherz ausgepackt und in der Kür geliefert: «Ich bin zufrieden mit meinem 14. Platz, auch wenn ich gerne in die Top-Acht gelaufen wäre. Leider hat es hierfür nicht ganz gereicht, trotzdem bin ich mit meiner Leistung insgesamt glücklich. Nur schon dabei zu sein und dann noch in die Top-15 zu laufen, ist ein gutes Resultat».
An ein Ausruhen ist beim Schaffhauser aber noch längst nicht zu denken: «Ich bin jetzt in der Schweiz und hatte hier ein normales Training und Proben für Art on Ice, bevor diese Woche die ersten Shows beginnen». Und dann folgt ja noch die Weltmeisterschaft.



Der erste richtige Grossanlass
Mittendrin in diesem Spektakel in Italien sass ESF-Präsidentin Isabelle Herzog (Bild) und sie durfte nach ihrer Rückkehr nach Frauenfeld erfreut festhalten: «Olympia war einfach genial. Das war mein erster richtiger Grossanlass, den ich erlebt habe. Das Höchste waren bisher Schweizer Meisterschaften». Nebst den Darbietungen im Eiskunstlaufen schaute sie sich auch das Eishockey-Spiel Schweiz gegen Frankreich an: «War sehr interessant und unterhaltsam im Stadion zu sein».


Familie Britschgi in der Nähe
Die 24 Besten in der Kür wurden in vier Sechser-Gruppen eingeteilt. Als 19. nach dem Kurzprogramm musste Lukas Britschgi sehr früh aufs Eis. Da schauten die Fans vom Eissport Club Frauenfeld natürlich besonders genau hin. Nur eine Reihe weiter vorne hatte die Familie Britschgi ebenfalls Platz genommen. So kam es, dass während die dritte Gruppe ihr Programm absolvierte, plötzlich Lukas Britschgi auftauchte und sich auf der Tribüne mitten im Frauenfelder Fanblock niederliess.
«Das hat uns natürlich sehr gefreut. Aber wir haben eigentlich kaum über seinen vorherigen Einsatz gesprochen. Es gab ja so viele andere Themen an diesem Super-Event zu diskutieren», hält Isabelle Herzog fest.


Es wurde immer ruhiger
Als an diesem späteren Abend dann die Stars an der Reihe waren, verabschiedete sich der Europameister von 2025 und Vierte der diesjährigen EM wieder. Auf der Tribüne ist Isabelle Herzog beim Programm des vermeintlichen Olympiasiegers Ilia Malinin speziell aufgefallen: «Als er als klar Führender auf das Eis fuhr, war die Stimmung bombastisch. Mit jedem unerwarteten Fehler der ihm unterlief, wurde es immer ruhiger. Fast schon unheimlich still.
Plötzlich fing das Publikum aus seiner Lethargie zu erwachen und feuerte ihn enthusiastisch an». Genützt hat es nichts, der unbezwingbar scheinende Amerikaner fiel sogar auf Rang acht zurück. Hat Isabelle Herzog ausser dem Eisstadion noch etwas anderes von Mailand gesehen? «Ja, wir waren schon auch in der Stadt. Und lustiger Weise haben wir da sogar Lukas Britschgi zusammen mit seinem italienischen Kollegen Matteo Rizzo beim Shopen getroffen».
Jetzt hofft die Präsidentin des Eissport Club Frauenfeld natürlich, dass Luklas Britschgi beim Vereins-Schaulaufen am Samstag, 14. März, ebenfalls sein grosses Können zeigt. 


Text: Ruedi Stettler
Bild: Isabelle Herzog