Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 08.04.2026

Bahnhof Frauenfeld wird ausgebaut

Der Bahnhof Frauenfeld wird in den kommenden Jahren umfassend ausgebaut. Kern des Projekts ist ein neues, 400 Meter langes Wendegleis östlich des Bahnhofs. Es soll künftig ermöglichen, Reisezüge effizienter zu wenden und mehrere Verbindungen direkt in Frauenfeld beginnen oder enden zu lassen. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das: ein stabilerer Fahrplan und verlässlichere Anschlüsse.

 

 

Der Ausbau ist Teil des Bundespakets «Ausbauschritt 2035»: Der heutige Halbstundentakt im Fernverkehr soll durch zusätzliche Verbindungen verdichtet werden. Ergänzt wird die neue Infrastruktur durch zusätzliche Weichen und Anpassungen an der Signalisation, heisst es in einer Medienmitteilung der Schweizer Bundesbahn.
Auch der Güterverkehr profitiert. Heute fehlt aus Richtung Osten eine direkte Einfahrmöglichkeit zu den Gleisen der Post.


Anlagen werden erweitert
Züge müssen deshalb teilweise im Bahnhof wenden. Künftig sollen die Gleise in beide Richtungen angebunden und für höhere Geschwindigkeiten ausgebaut werden. Zudem werden die Anlagen so erweitert, dass Güterzüge bis 750 Meter Länge und 1600 Tonnen Gewicht effizient verkehren können.
Die Vorarbeiten haben bereits vor Wochen begonnen. Tiefbau-, Kabel- und Stahlarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juli dauern. Die Hauptarbeiten hingegen verzögern sich: Laut Thurgauer Zeitung hat ein Konkurrenzunternehmen Beschwerde gegen die Vergabe erhoben. Den Zuschlag nach öffentlicher Ausschreibung hatte die Zürcher Walo Bertschinger AG erhalten. Welches Unternehmen opponiert, ist nicht bekannt. Auch nicht bis wann über das Beschwerdeverfahren entschieden wird. Auf den Fahrplan hat die Baustelle vorerst keine Auswirkungen. Wegen der engen Platzverhältnisse und der Sicherheitsvorschriften müssen jedoch einige Arbeiten nachts bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung stattfinden. Anwohnende werden laut SBB wie üblich informiert; die Bahn will die Lärmbelastung so gering wie möglich halten.Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 82 Millionen Franken, finanziert über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes.


Text und Bild: Elke Reinauer