Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.04.2026

Gemeinsam feiern und durchstarten

Eröffnungsfeier Wiel Müllheim

Die neue Wielhalle Müllheim stand am Samstag des Eröffnungsabends im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Lange vor Beginn strömten Gäste auf das Gelände, neugierig darauf, den modernen Bau von innen zu erleben. Ein leichter Frühlingsabend, Gespräche auf dem Vorplatz. 520 Müllheimerinnen und Müllheimer nahmen an den langen Tischen Platz. Das Ambiente war erwartungsvoll festlich. Lokale Vereine warben mit Darbietungen für ihre Angebote.

 

 

Die grosse Halle ist klar und übersichtlich strukturiert. Verschiedene Persönlichkeiten traten ans Mikrofon. Nach der Einstimmung durch die Musig Müllheim eröffneten die Festredner das Programm mit kurzen Ansprachen. Diese betonten, dass die Halle nicht nur ein Gebäude sei, sondern als ein Treffpunkt für die Gemeinschaft wirken soll.
Ein besonderer Moment entstand, als die lokalen Vereine die Bühne betraten. Die Akustik der Halle war klar, ausgewogen und kraftvoll. Besucher nickten im Takt, einige hielten inne, um die neue Umgebung auf sich wirken zu lassen. Bravo-Rufe erklangen durch den Saal. Am Vormittag nutzten viele die Gelegenheit, den Neubau der Schulanlage bei einem Rundgang zu erkunden. Viel Lob war zu vernehmen, da und dort nickten sich Bekannte zu. Das bestehende Primarschulhaus wurde mit neuem Schulhaus und Mehrzweckhalle mit Foyer und grosser Bühne ergänzt. Die Gesamtkosten an den Schulliegenschaften sind mit rund 30 Millionen Franken beziffert.


Zeit als Massstab
Primarschulpräsident Oliver Schmid sprach von Erfolg. «Es brauchte erstviel Geduld und Durchhaltewillen.» Baukommissionspräsident Pius Nauer nickte zufrieden. «Es hat doch noch geklappt.» Nauer blickte zurück auf die lange Planung für den Neubau, welche vor zwölf Jahren, im Jahr 2014 begann und mehrere Anläufe und nach einem abgelehnten Volksentscheid weitere Entscheide bis zur Umsetzung brauchte. Nauers Chef Oliver Pfeifer lobte dieses Engagement. Architekt Yann Gramegna vom Architekturbüro Nyx sprach von der Zeit: «Ein Neubau bis zur Fertigstellung hat oft eine lange Geschichte.» Er verglich die Schulzeit vom Lernen und Wachsen. Kinder, welche beim Planungsstart noch die Primarschule besuchten, sind längst erwachsen. Gemeindepräsident Urs Forster gratulierte den Planern und Machern zum gelungenen Bau. Forster sagte zu den Besuchern: «Nutzen Sie die neue Halle.» 


Den Besuchern gefällts
Turner und Moderator des Abends, Robin Bernhardsgrütter führte Interviews im Saal. Paul Bächtiger war schon bei der Einweihung 1952 der alten Wielhalle dabei. Eine Besucherin lobte die modernen Schulzimmer und die Unterhaltung an dieser Eröffnung. Mitglieder der Vereine warben für ihre Angebote. Das Abendprogramm beinhalteten Shows und Theaterszenen. Die Auftritte der Jugendmusik, den Jugendriegen, der turnenden Vereine und der Rüsselgugge Müllheim begeisterten.
Gespräche entwickelten sich rasch, man traf Bekannte oder lernte neue Gesichter kennen, genau das, was sich die Initianten gewünscht haben. Eine leistungsstarke Festwirtschaft war für die hungrigen und durstigen Gäste gerüstet.
Gegen Ende des Abends war spürbar, dass man in der Wielhalle Müllheim angekommen ist. Einerseits als Veranstaltungsort und neuer Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Die Eröffnung war weniger ein formeller Akt als vielmehr ein lebendiges Zeichen dafür, dass hier ein Raum entstanden ist, der viele Menschen zusammenbringt.


Text und Bild: Manuela Olgiati