Frauenfeld · 06.05.2026
Künstliche Intelligenz als Hilfe fürs Vereinsleben
Künstliche Intelligenz könnte künftig auch im Vereinsleben eine grössere Rolle spielen. An der Mitgliederversammlung des Dachverbands für Freiwilligenarbeit Frauenfeld (DaFa) zeigte Referent Hanu Fehr auf, wie KI Vereine im Alltag unterstützen kann, gerade in Zeiten, in denen vielerorts freiwillig Engagierte fehlen.

Seiner Ansicht nach kann KI als digitaler Assistent dienen: beim Verfassen von Protokollen, bei der Ideenfindung für Veranstaltungen oder bei der Erstellung von Sponsoringunterlagen. Auch bei der Planung von Vereinsanlässen könne sie helfen. Fehr stellte dabei die Frage, wie attraktiv traditionelle Vereinsanlässe für jüngere Menschen heute noch seien, wie etwa das klassische «Samichlaushocken» oder immer gleiche Festwirtschaften mit Bratwurst und Pommes.
Auch beim DaFa ist die Verjüngung des Vereins ein Thema. Zwar sei der Vorstand weiterhin gut aufgestellt und die Zusammenarbeit «sehr kollegial», doch jüngere Mitglieder zu gewinnen bleibe eine Herausforderung. An der Versammlung verabschiedet wurde Kassier Ernst Gerber, der das Amt acht Jahre lang innehatte und dem Verein weiterhin als Revisor erhalten bleibt. Seine Nachfolgerin Heidi Sauder erklärte mit einem Augenzwinkern: «Verjüngen funktioniert nicht – selbst schuld.»
Die eigentliche Mitgliederversammlung verlief in ruhigen Bahnen. Protokoll, Jahresrechnung sowie Wahlen wurden grossmehrheitlich einstimmig angenommen, die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert und es gingen keine Anträge ein. Auch Präsident Ruedi Huber wurde erneut im Amt bestätigt. Er wird als zielgerichtet und kollegial beschrieben; zu seinen Stärken zählt insbesondere das Sponsoring.
Im Mittelpunkt der Arbeit des DaFa steht weiterhin die Nachbarschaftshilfe. Dank Spenden und Sponsorengeldern konnte ein Pilotprojekt gestartet werden, das eine Fachstelle für die Nachbarschaftshilfe vorsieht. Die Stelle wird von Isabella Pedicillo besetzt und ist zunächst auf drei Jahre angelegt.
An der Versammlung nahmen 16 stimmberechtigte Vertreter von Mitgliedsorganisationen sowie fünf Gäste teil, darunter Stadträtin Regine Siegenthaler und Urban Kaiser, Leiter des Amts für Alter und Gesundheit. Beide betonten die Bedeutung der gut organisierten Freiwilligenarbeit in Frauenfeld. Der Verein finanziert sich vor allem über Beiträge der Stadt sowie Spenden. Bei Einnahmen von 47 820 Franken schloss die Rechnung mit einem kleinen Gewinn von rund 364 Franken ab. Das Vereinskapital beträgt rund 13 800 Franken.
Beim Mitsommerfest wird der DaFa mit einem Stand präsent sein und damit zugleich sein 20-jähriges Bestehen symbolisch feiern.
Text und Bild: Maria Naschke-Baasner